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Wiener ÖVP für Untertunnelung eines Teils des Gürtels

Symbolfoto |&copy APA
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Die Wiener ÖVP tritt für die Untertunnelung des gesamten Gürtelgebietes zwischen dem Südbahnhof und der Anschlussstelle A23 ein.


Wie von Klubobmann Matthias Tschirf und ÖVP-Bezirkspolitikern am Montag in einer Pressekonferenz beziffert, würde das knapp sechs Kilometer lange Bauwerk rund 200 Mio. Euro kosten. Damit könne man aber den geplanten dreispurigen Ausbau der Straße im Zuge der Errichtung des neuen Zentralbahnhofs verhindern, begründeten die Politiker ihre Forderung.

Bereits jetzt würden täglich bis zu 60.000 Autos auf dieser Strecke fahren, beklagte Andreas Keri, der Klubobmann der ÖVP in Wien-Landstraße. Nach Errichtung des neuen Bahnhofs und dem Ausbau der Aspanggründe zum neuen Stadtteil Eurogate erwarte man an die 80.000 Fahrzeuge. Aus diesem Grund sei die „dreispurige Autobahn durch den Bezirk“ der Bevölkerung nicht zuzumuten.

Kosten betragen 200 Mio. Euro

Die Straße oberhalb eines potenziellen Tunnels könne sich zu einer „normalen Innerbezirksstraße entwickeln“, war Keri überzeugt. Vielleicht sei sogar ein Rückbau auf einspurigen Verkehr möglich. Zwar seien die Kosten mit 200 Mio. Euro nicht gering, gestand der Bezirksklubchef zu, aber mit der Investitionssumme von beispielsweise 1,2 Milliarden Euro in den Aspanggründen in Relation zu setzen.

Durch das Tunnelbauwerk und weitere Verkehrsmaßnahmen könnten zum einen die Fasanengasse vom Verkehr entlastet und wiederbelebt werden, zum anderen der Schweizergarten bis an den Bezirk Landstraße ausgeweitet werden. Es sei an der Zeit, dass Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) seine „Vogel Strauß-Politik“ beende, forderte Keri den Beginn von Planungen in Richtung Tunnel ein.

Auch internationaler Busbahnhof gefordert

Dem pflichtete auch Tschirf bei, der meinte, es gehe darum, nicht erst Bauten zu errichten und danach sich über die Infrastruktur Gedanken zu machen. Die Häuser am Gürtel zeigten, dass der Bereich bereits jetzt eine „absterbende Gegend“ sei, was sich durch eine dreispurigen Stadtautobahn noch verschärfe. Dadurch sei „die Gefahr der Verslumung der Gegend gewaltig“.

Als ergänzende Verkehrsmaßnahmen forderte Georg Schüller als stellvertretender ÖVP-Vorsteher des Bezirks Landstraße die Einrichtung einer Buslinie durch den Bezirk, die bis dato völlig fehle. Auch müsse ein internationaler Busbahnhof geschaffen werden, der bis 2001 Wien-Mitte beheimatet war. Ein mögliches Areal dafür seien die Gründe unterhalb der Südosttangente, die eine gute Verkehrsanbindung garantieren würden und Parkflächen freigäben, die momentan durch die provisorischen Haltestellen verbaut seien.

Redaktion: Michael Grim

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