Wiener Ordensspitäler: Finanzierungsvereinbarung noch offen

Die Finanzierungsvereinbarung mit der Stadt Wien läuft aus.
Die Finanzierungsvereinbarung mit der Stadt Wien läuft aus. ©APA (Symbolbild)
Ende Dezember läuft die Finanzierungsvereinbarung zwischen der Stadt Wien und den Ordensspitälern aus. "Die Verhandlungen für eine weitere Finanzierungsvereinbarung für die Zeit ab Jänner 2021 sind noch immer zu keinem für die Wiener Ordensspitäler zufriedenstellenden Ergebnis gekommen", hieß es in einer Aussendung am Donnerstag.

Die Ordensspitäler sind Teil des Covid-Krisenplans der Stadt und behandeln in ihren Häusern auch erkrankte Menschen.

"Wissen nicht, wie es ab Jänner weitergehen soll"

"Wir wissen nicht, wie es ab Jänner weitergehen soll, das ist bereits in wenigen Wochen", kritisierte Manfred Greher, Sprecher der gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler und Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses, in der Aussendung die aktuelle Situation. Dies wiege umso schwerer, als die Ordensspitäler aktuell nicht nur die reguläre Patientenversorgung aufrechterhalten, sondern auch coronaerkrankte Menschen betreuen. "Wir können nicht länger zuwarten und brauchen definitiv bis spätestens Weihnachten die klare Zusage einer kostendeckenden Finanzierung durch die Stadt."

Finanzierungsvereinbarung läuft Ende Dezember aus

Die aktuell gültige Vier-Jahres-Finanzierungsvereinbarung läuft Ende Dezember aus. Die Ordensspitäler fordern nun in den Verhandlungen wieder eine mittelfristige, zumindest die Jahre 2021 und 2022 umfassende Finanzierungsvereinbarung. "Diese ist mehr denn je unerlässlich für eine seriöse Planung im Sinne der Gesundheitsversorgung der Wiener Bevölkerung, aber auch als Signal an unsere über 5.100 Mitarbeitenden", so Greher.

Dabei verwies er auch darauf, dass bei der Präsentation des Budgetvoranschlags für 2021 bekannt gegeben wurde, dass der Bereich Gesundheit zehn Prozent mehr Mittel bekommt. "Wir vertrauen aber auch auf eine faire Verwendung dieser zusätzlichen Mittel, die unter anderem zum Ziel haben muss, dass die finanzielle Unterstützung der Ordensspitäler durch die Stadt auch nach Jänner 2021 alle erwartbaren Ausgaben abdecken, die wir durch die Versorgung der Wienerinnen und Wiener in intensiver Kooperation mit der Stadt haben."

Wiener Ordensspitäler behandeln 25 Prozent der stationären Patienten

Die Wiener Ordensspitäler behandeln rund 25 Prozent der stationären Patienten in der Bundeshauptstadt. Es gibt sieben Häuser: das Barmherzige Brüder Krankenhaus in der Leopoldstadt, das Franziskus Spital Landstraße und Franziskus Spital Margareten, das Herz-Jesu Krankenhaus in der Landstraße, das Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien in Mariahilf, das Orthopädisches Spital Speising in Hietzing, das St. Josef Krankenhaus in Hietzing und das Göttlicher Heiland Krankenhaus in Hernals.

(APA/Red)

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