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Wiener Neustädter Altar erstrahlt in neuem Glanz

Nach fast 20 Jahren Restaurierung ist der gotische Wiener Neustädter Altar nun wieder komplett und unverhüllt im Nordchor des Stephansdoms in Wien zu sehen.

Kommenden Dienstag soll erstmals eine Maiandacht vor dem Meisterwerk sakraler Kunst stattfinden. „So schön und gut restauriert war er noch nie“, freute sich Dompfarrer Toni Faber am Freitag bei einer Besichtigung mit der APA.


Als letzter Arbeitsschritt waren die Innenflügel mit Szenen aus dem Marienleben wieder angebracht worden. Jetzt verstellt auch kein Baugerüst mehr den Blick auf den rund 550 Jahre alten Doppelflügelaltar: Skulpturen und Malereien, Schnitzereien und Rahmungen auf der Wochentags-, Festtags- und Sonntagsseite erstrahlen in neuem Glanz und ungeahnter Farbigkeit.

Großer Altar – lange Renovierungszeit


Die Restaurierung der beiden je 3,7 Meter hohen und doppelseitig bemalten Außenflügel war schon vor vier Jahren abgeschlossen worden. Auf ihnen finden sich 48 Heiligenfiguren, die zusammen mit den Innenflügeln einen Zyklus von 72 Heiligen ergeben und nach den hierarchisch geordneten Chören der Allerheiligenlitanei angeordnet sind. Der Zyklus ist laut Bundesdenkmalamt (BDA) eine der größten Heiligenserien in der Kunst des 15. Jahrhunderts.


Die Größe des Kunstwerkes war auch der Grund für die lange Dauer der Restaurierung. Schließlich war die gigantische Fläche von rund hundert Quadratmetern gotischer Oberflächengestaltung zu bewältigen. Mit 1,3 Millionen Euro wurde die aufwendige Restaurierung nach BDA-Angaben rund doppelt so teuer wie ursprünglich kalkuliert. Wegen des Umfangs des Projektes waren an die 40.000 Arbeitsstunden des bis zu zehnköpfigen Restauratorenteams notwendig.


Zuletzt waren die beiden Innenflügel in einer Sonderausstellung der Österreichischen Galerie Belvedere zu sehen, bevor sie an ihren seit 1885 angestammten Platz zurückkehrten. Damals gelangte das 1447 von Kaiser Friedrich III. gestiftete „Kunstwerk von unvorstellbarem Rang“ (Faber) aus dem Wiener Neustädter Neukloster in den Stephansdom, wo es bis heute neben dem Valentinsaltar in der Eligiuskapelle der einzige gotische Altar ist.


Redaktion: Elisabeth Skoda

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