Wiener Modell auch von Polizei am Land umgesetzt

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) betont wie wichtig Einsatzkräfte bei der aktuellen Bedrohungslage in Österreich seien.
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) betont wie wichtig Einsatzkräfte bei der aktuellen Bedrohungslage in Österreich seien. ©APA/GEORG HOCHMUTH
In Wien gibt es das Modell der Bereitschaftseinheit der Polizei seit vielen Jahren. Nun wurde das Modell auch in den anderen Bundesländern umgesetzt. Dabei gab es 200 Festnahmen.

Das in Wien seit vielen Jahren genutzte Modell einer Bereitschaftseinheit (BE) der Polizei ist mit September auch in den anderen Bundesländern umgesetzt worden. Seither wurden von den BE 130.000 Streifenstunden geleistet, 9.500 Identitäten festgestellt und 200 Festnahmen durchgeführt, teilte das Innenministerium am Samstag mit. Gemeinsam mit der Schnellen Interventionsgruppe bilden die BE die Schnellen Reaktionskräfte (SRK), die ab November landesweit den Dienst aufnehmen.

Bereitschaftseinheit in Österreich Reaktion auf Anschlag in Wien

´"Österreich gehört zu den sichersten Ländern der Welt. Ein Standard, der nicht einfach gegeben ist, sondern permanent weiterentwickelt werden muss", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer Aussendung. Die österreichweite Ausrollung der Bereitschaftseinheit war eine der Maßnahmen, die nach dem Terroranschlag des 2. Novembers 2020 umgesetzt wurden.

Wiener Bereitschaftsmodell auch in den Bundesländern umgesetzt

Die Bereitschaftseinheit besteht aus Stammpersonal sowie jungen Polizistinnen und Polizisten, die nach zumindest einem Jahr im Außendienst temporär zugeteilt werden. Die notwendigen Arbeitsplätze werden durch das Personalpaket der Polizei geschaffen: Bis 2024 sollen 4.300 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten in den Dienst gestellt werden. Die Bereitschaftseinheiten werden vor allem in Ostösterreich auch zur Bekämpfung von Schlepperei im Rahmen von Schwerpunktkontrollen eingesetzt, teilte das Ministerium mit.

"Die aktuellen Bedrohungslagen erfordern Einsatzkräfte"

Als Teil der SRK starten auch die Schnellen Interventionsgruppen österreichweit. Die eingesetzten Bediensteten setzen sich unter anderem aus ehemaligen EKO-Cobra- und WEGA-Angehörigen sowie aus Einsatztrainern mit Vorausbildungen und Kenntnissen zusammen. Damit werde das WEGA-System auf ganz Österreich ausgerollt. "Wir schaffen damit ein international anerkanntes Einsatzkonzept, das eine Brücke zwischen Streifendienst und EKO Cobra schlägt", erläuterte Nehammer.

Anschläge der vergangenen Jahre zeigen im europäischen Raum meist Einzeltäter, die auch in kleineren, urbanen Bereichen zuschlagen. "Die aktuellen Bedrohungslagen erfordern Einsatzkräfte, die mit besonderer Ausrüstung und Ausbildung rasch vor Ort sind. Die Schnellen Interventionsgruppen folgen genau diesem Prinzip", betonte der Innenminister.

(APA/Red)

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