"Wiener Medieninitiative" fördert künftig Projekte

Die maximale Fördersumme beträgt 100.000 Euro.
Die maximale Fördersumme beträgt 100.000 Euro. ©pixabay.com (Sujet)

Wien hat eine neue Innovationsförderung für Medien erarbeitet. Einzelpersonen sowie Unternehmen können die kommenden drei Jahre Unterstützung für journalistische Projekte lukrieren. Die maximale Fördersumme beträgt 100.000 Euro.

Das Förderprogramm nennt sich "Wiener Medieninitiative" - und ist keine klassische Presseförderung, wie bei der Präsentation am Donnerstag betont wurde.

Medienprojekte werden mit bis zu 100.000 Euro gefördert

Denn abgewickelt wird die Förderschiene ähnlich wie klassische Wirtschaftsförderung von der städtischen Wirtschaftsagentur sowie, in diesem Fall, auch vom Presse- und Informationsdienst der Stadt (PID). Insgesamt gibt es zwei Programme, wie Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (beide SPÖ) erläuterten.

Eines wendet sich an selbstständige Journalistinnen bzw. Journalisten und an Betriebe mit bis zu zehn Angestellten, denen damit erleichtert werden soll, ihre Konzepte für neue Medienangebote marktreif zu machen. Die maximale Fördersumme beträgt hier 10.000 Euro. Übernommen werden etwa Kosten für Aus- und Weiterbildung, Schulungen oder auch für Beratung.

Im Rahmen einer weiteren Kategorie werden Unternehmen mit bis zu 100.000 Euro gefördert, wenn sie neue Angebote mit "hoher journalistischer Qualität" in die Wege leiten. Die Mindestprojektgröße beträgt dabei 10.000 Euro.

Nur Antragssteller aus Wien werden berücksichtigt

In den kommenden Jahren werden laut Ludwig insgesamt 7,5 Mio. Euro ausgeschüttet, wobei nur Antragsteller aus Wien berücksichtigt werden. Die Entscheidung über die ersten zu dotierenden Projekte soll im kommenden Frühjahr fallen. Geprüft werden diese von einer Jury unter dem Vorsitz von Daniela Kraus, der Generalsekretärin des Presseclubs Concordia. Auch Wissenschafter aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, PR-Berater oder auch eine Vertreterin des PID sitzen in dem Gremium.

Wie Bürgermeister Ludwig versicherte, wird die Stadt die Beurteilung den Experten überlassen: "Es soll nicht der Verdacht entstehen, dass wir als Politik Interesse daran haben, hier in irgendeiner Form einzugreifen." Bis Ende des Jahres soll übrigens noch ein weiterer Baustein der neuen Medienstrategie der Stadt vorgestellt werden, wie Ludwig verkündete: die angekündigte Neuregelung von Inseraten der Stadt.

(APA/Red)

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