Wiener Linien legen zu, Stadtwerke schreiben Minus

Fahrgäste gewonnen, aber Geld verloren haben die Wiener Stadtwerke 2011
Fahrgäste gewonnen, aber Geld verloren haben die Wiener Stadtwerke 2011 ©Bilderbox
Gute Nachrichten für Öffi-Freunde, schlechte für scharfe Rechner: Die Wiener Stadtwerke haben ihre Bilanz für 2011 vorgelegt.

Zuerst die gute Nachricht: In Wien gab es im Vorjahr deutlich mehr Öffi-Benutzer. Die Wiener Linien konnten bei den Fahrgastzahlen im Vorjahr eine Steigerung von 4,3 Prozent auf 875 Fahrgäste erzielen, geht aus dem Geschäftsbericht der Wiener Stadtwerke, zu denen die Wiener Linien gehören, hervor. Insgesamt (inklusive Wiener Lokalbahnen) wurden im Linienverkehr 887,4 Millionen Fahrgäste befördert. Durch die Tarifreform, die unter anderem eine Verbilligung der Jahreskarte von 449 auf 365 Euro ab 1. Mai umfasst, erwartet man sich weitere Steigerungen.

Seit Jahresbeginn seien bereits 60.000 neue Jahreskarten ausgestellt worden. Aktuell gebe es einen Rekordwert von 437.000 Jahreskartenbesitzern. Die endgültigen Gesamtauswirkungen der Tarifreform ließen sich derzeit aber noch nicht abschätzen, so Generaldirektor-Stellvertreter und Finanzvorstand Martin Krajcsir heute, Donnerstag, vor Journalisten.

Im Vorjahr gab es laut Geschäftsbericht Zuwächse bei nahezu allen Fahrkartenarten. Die Zahl der Jahreskartenbesitzer erhöhte sich um 4,8 Prozent.

Rote Zahlen für die Stadtwerke

Gegenteilig verlief allerdings die Entwicklung bei den Stadtwerken. Die erzielten im Geschäftsjahr 2011 weniger Gewinn und werden heuer in die roten Zahlen rutschen. Das Ergebnis werde 2012 voraussichtlich mit einem zweistelligen Millionen-Euro Betrag negativ sein, schwarze Zahlen werde man frühestens 2014 schreiben, sagte der stellvertretende Generaldirektor und Finanzvorstand Martin Krajcsir heute. Gestartet wird heuer ein Sparprogramm. Freisetzungen von Mitarbeitern werde es nicht geben. Die Investitionen werden heuer auf 1,1 (1,0) Mrd. Euro erhöht. Aus Auslandsprojekten zieht man sich zurück, der Schwerpunkt liegt auf Österreich und Konzernsynergien sollen besser genutzt werden. (APA)

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