Wiener Linien: 735 Mio. Fahrgäste

Die Wiener Linien freuen sich über einen neuen Rekord: Im Jahr 2004 sind 735 Mio. Fahrgäste mit den “Öffis“ in der Bundeshauptstadt unterwegs gewesen - so viel wie noch nie.

Im Vergleich zum Jahr 2003 betrug die Steigerung 13,5 Mio. Passagiere. Laut dem zuständigen Stadtrat Sepp Rieder (S) sind die Wiener Linien damit das erfolgreichste Verkehrsunternehmen in einer europäischen Millionenstadt, gemessen am Verhältnis zur Einwohnerzahl. Rieder kündigte am Freitag weitere Investitionen in den Öffi-Ausbau an.

Erweitert wird demnach sowohl das rollende Material als auch das Streckennetz: 150 neue Niederflur-Straßenbahnen („ULF“) und 38 neue Garnituren für die U6 wurden im Vorjahr bestellt. Schon im Jahr davor haben die Verkehrsbetriebe 25 Nachfolgemodelle für die so genannten Silberpfeile geordert, die auf den Linien U1 bis U4 im Einsatz sind. Bereits jetzt läuft ein Serienfahrzeug der neuen Garnituren im Testbetrieb. Ab Herbst soll dann der reguläre Betrieb beginnen.

Der Gesamtwert der neuen Schienenfahrzeuge, die im Zeitraum 2005 bis 2014 ausgeliefert werden, beträgt 655 Mio. Euro. Dazu kommen Investitionen in den Bus-Fuhrpark, wodurch sich ein Gesamtbetrag von mehr als 700 Mio. Euro ergibt.

Der Ausbau der U-Bahn läuft ebenfalls auf vollen Touren, versicherte Rieder. Verlängert wird derzeit die U1 und die U2. Aber auch über weitere Projekte – vor allem über deren Finanzierung – wird derzeit mit dem Bund verhandelt. Laut Rieder soll vor allem die Erschließung des ehemaligen Flugfeldes in Aspern „vordringlich“ behandelt werden. Das Areal in der Donaustadt gilt als eines der wichtigsten Stadterweiterungsgebiete. Überlegt wird, die U2 dorthin zu verlängern.

Laut Wiener Linien sind derzeit täglich mehr als zwei Millionen Menschen auf fünf U-Bahn-Linien, 32 Straßenbahn- und 81 Autobuslinien unterwegs. Das Streckennetz dieser 118 Linien ist derzeit rund 930 Kilometer lang und verfügt über 4.376 Haltestellen.

Während die Infrastruktur ausgebaut wird sollen die Tarife – zumindest vorerst – gleich bleiben. Laut Rieder ist derzeit keine Erhöhung geplant.

Noch keine Entscheidung gibt es in Sachen Videoaufzeichnung, wie der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer, berichtete. Denn die neuen U-Bahn-Garnituren sind mit Kameras ausgerüstet. Ob die von ihnen gefilmten Bilder in Zukunft auch gespeichert werden dürfen, werde derzeit datenschutzrechtlich geklärt.

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