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Wiener leiden unter psychischen Krankheiten

Symbolfoto |&copy Bilderbox
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Sieben Prozent der Spitalsaufenthalte der Wiener erfolgen wegen primär psychiatrischen Erkrankungen. Neun Prozent der Bevölkerung weisen laut eigenen Angaben ein hohes Maß psychischer Beschwerden auf, weitere 30 Prozent haben moderate Probleme.

Am häufigsten leiden die Wiener unter Müdigkeit und Schlaflosigkeit. Das geht aus einem neuen Bericht Bereichsleitung für Sozial- und Gesundheitsplanung sowie Finanzmanagement der Stadt Wien hervor. Der Report basiert auf der Befragung von 4.019 Wienern im Alter über 16 Jahren, die in den Wintermonaten 1999/2000 und 2000/2001 durchgeführt wurde.

Ausgangspunkt für die Erstellung des Berichts waren Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO und lückenhafte Hinweise aus Österreich, wie hoch die Belastung der Menschen durch psychische Probleme im täglichen Leben ist: Die WHO geht davon aus, dass jeder vierte Mensch im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung erkrankt. Zu jeder Zeit leiden daran zehn Prozent der Menschen.

4,5 Prozent der Krankenstandstage durch psychische Störungen

Psychische Leiden mögen zwar teilweise noch immer tabuisiert sein, doch sie sind häufig. In Wien ist jeder 14. Spitalsaufenthalt primär durch psychiatrische Erkrankungen bedingt. 1,7 Prozent der Männer und 2,8 Prozent der Frauen gaben im Jahr 2001 an, in den vorangegangenen drei Monaten einen Psychotherapeuten oder Psychologen aufgesucht zu haben. In Österreich wurden im Jahr 1999 von niedergelassenen Ärzten 6,2 Millionen Packungen Psychopharmaka verordnet. 4,5 Prozent der Krankenstandstage (Wiener Gebietskrankenkasse – WGKK) waren im Jahr 2001 durch psychische Störungen bedingt. Ein Viertel der Pensionszugänge wegen geminderter Arbeitsfähigkeit ist in Österreich auf psychische Erkrankungen zurückzuführen.

Die Autorinnen des Berichts, ein Team um Mag. Monika Csitkovics und Dr. Elfirede Urbas werteten die eigene Umfrage aus und verglichen sie mit den gesamt-österreichischen Daten der Mikrozensus-Erhebungen des Statistischen Zentralamtes. Die Hauptergebnisse:

  • 8,9 Prozent der Wiener leiden an Schlafstörungen, ebenso 12,2 Prozent der Wienerinnen (Österreich: 8,9 und 12,1 Prozent).
  • Schwäche und Müdigkeit plagen 6,8 Prozent der Wiener und 11,3 Prozent der Wienerinnen (Ö: 6,3 bzw. 9,4 Prozent).
  • Unter Nervosität leiden 4,9 Prozent der Wiener und 7,5 Prozent der Wienerinnen (Ö: 5,1 bzw. 7 Prozent)
  • Niedergeschlagenheit bzw. Depressionen spüren 3,3 Prozent der Wiener und 4,5 Prozent der Wienerinnen (Ö: 2,7 bzw. 4 Prozent).
  • Insgesamt findet sich bei neun Prozent der Wiener ein hohes Ausmaß an psychischen Beschwerden. Bei weiteren 30 Prozent sind die Probleme mittelschwer. Während Schlafstörungen und Müdigkeit bei beiden Geschlechtern am häufigsten sind, kommen bei den Männern an dritter Stelle Niedergeschlagenheit und Kraftlosigkeit, bei den Frauen hingegen Angst, Nervosität, Unruhe und Unbehagen.

    Der Report: „Frauen haben häufiger psychische Beschwerden als Männer. Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen (ab 75). Aber auch bei den 45- bis 59-Jährigen, insbesondere bei den Frauen, sind einzelne psychische Beschwerden überdurchschnittlich hoch.“

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