Wiener lassen sich Weihnachten etwas kosten

Weihnachten: Ein Fest für den Handel
Weihnachten: Ein Fest für den Handel ©APA
Bei Weihnachten hört die Kristenstimmung auf! Die Wiener wollen auch in diesem Jahr ordentlich Geld für Geschenke ausgeben.

Im Vergleich zum Vorjahr wollen sie das Budget für Geschenke zu Weihnachten sogar aufstocken. Das geht aus einer von der Wiener Wirtschaftskammer in Auftrag gegebenen Umfrage unter 400 Personen hervor. Im Schnitt werden heuer 370 Euro ausgegeben – und damit um 10 Euro mehr als 2010. Besonders häufig werden heuer Bücher, Bekleidung und Gutscheine auf dem Gabentisch liegen.Wien. Insgesamt erwartet der Handel einen Umsatz von 365 Mio. Euro. “Das ist eine moderate Steigerung gegenüber dem Vorjahr um knapp 1,5 Prozent”, erklärte Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank am Dienstag in einer Pressekonferenz. Diese Prognose sei ein Signal, dass die Bevölkerung positiv und vertrauensvoll nach vorne blicke.

Elektrohandel boomt zu Weihnachten

Der größte Anteil am weihnachtlichen Umsatzkuchen entfällt auf den Elektrohandel: Fast 60 Mio. Euro wollen die Konsumenten dort ausgeben. Der Lebensmitteleinzel- und der Bekleidungshandel rechnen mit 54 Mio. Euro bzw. 41 Mio. Euro Umsatz. Für manche Branchen zählt das Weihnachtsgeschäft sogar zur wichtigsten Zeit des Jahres, machte Jank aufmerksam. So würden etwa Juweliere und Spielwarenhändler im Dezember 13 bzw. 12 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaften. Das sind 36 Mio. bzw. 9 Mio. Euro Umsatz.

10 Millionen Packerl schenken die Wiener

Heuer wollen 1,3 Mio. Wiener (90 Prozent) Weihnachtsgeschenke besorgen. In Summe werden somit etwa 10 Millionen Packerl verteilt. Durchschnittlich wird jeder acht Präsente um insgesamt 370 Euro besorgen. Konsumenten zwischen 40 und 49 Jahren zeigen sich am großzügigsten, sie wollen im Schnitt 500 Euro locker machen. 11 Prozent der Wiener planen, mehr als 800 Euro auszugeben. 16 Prozent wollen ihr Budget mit 100 Euro begrenzen. Männer wollen mit durchschnittlich 380 Euro um 20 Euro mehr als Frauen auszugeben.

Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) will zu Weihnachten Bücher verschenken. Es folgen Bekleidung (42 Prozent), Gutscheine (41 Prozent), Spielwaren (37 Prozent) sowie Einladungen zu Kulturveranstaltungen (34 Prozent). 22 Prozent setzen auf selbst gemachtes. Immerhin vier von zehn Haustierbesitzern wollen auch ihre Vierbeiner beschenken.

Bitte keine Krawatten zu Weihnachten

Gefragt wurden die Wiener auch, was sie sich zu Weihnachten am meisten wünschen: Mehr als ein Viertel (27 Prozent) ist sich darüber unklar und weiß es nicht. An der Spitze bei den Nennungen lagen Bücher (8 Prozent), Reisen und Gutscheine (jeweils 7 Prozent) sowie Schmuck (5 Prozent). Wenig Freude haben die Beschenkten mit Bekleidung und Textilien (17 Prozent) und Elektrogeräten (15 Prozent). Dabei handle es sich vor allem um “Krawatten, Unterwäsche, Socken” sowie “Bügeleisen, Staubsauger und Mixer”, präzisierte Jank. 29 Prozent haben sich keine Gedanken gemacht, über was sie sich am wenigsten freuen.

Gekauft werden die Geschenke heuer wieder früher: Ein knappes Sechstel will bis Mitte November bereits den Großteil gekauft haben. Mehr als die Hälfte der Befragten plant, die Weihnachts-Besorgungen bis Mitte Dezember zu erledigen. Knapp ein Viertel lässt sich bis in die zweite Dezemberhälfte Zeit. Das sind weniger als im Vorjahr: 2010 kaufte noch jeder Dritte die Geschenke erst kurz vor dem Heiligen Abend.

Der Internethandel spielt laut Jank im Weihnachtsgeschäft nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle, da den Konsumenten das persönliche Aussuchen der Geschenke wichtig ist. Wenn allerdings Präsente zu Weihnachten online gekauft werden, dann sind es oft Bücher.

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