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Wiener Küche für das MAK-Restaurant

Die Grundzüge für das neue Restaurant im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) stehen: Ab Februar 2006 soll das Etablissement mit einer gänzlich veränderter Innenausstattung zum Kern einer Kette von ähnlichen Restaurants werden.

Als Herr am Herd will Vier-Hauben-Koch Helmut Österreicher die Freunde der Wiener Küche locken. Das Gesamtkonzept präsentierten die Beteiligten am Mittwoch der Öffentlichkeit.


„Die Wiener Küche wird nicht neuinterpretiert“, erläuterte Österreicher seine Idee. So dürfe man sich auf Klassiker wie den Rostbraten und auch das Schnitzel freuen. Dafür gibt es nur kleine Portionen, die dafür ab vier Euro zu haben sein sollen. Österreicher war über 25 Jahre Küchenchef des Nobelrestaurants „Steirereck“, hatte seinen Arbeitgeber heuer aber verlassen.


Das neue Lokal mit dem Namen “Österreicher im MAK. Gasthaus. Bar“ sei von „multiplizierbarer Form“ und solle als Nukleus für eine ganze Reihe „systematisierter Gastronomie“ dienen, kündigte Mitgesellschafter Wolfgang M. Rosam an, der auch am Society-Italiener „Fabios“ beteiligt ist. Außer ihm halten auch Österreicher selbst und zwei weitere Investoren Anteile. Innerhalb der kommenden zehn Jahre wollen die Beteiligten bis zu acht Restaurants mit ähnlichem Konzept in Österreich und dem Ausland eröffnen.


Zunächst wird aber das alte, 1993 von Architekt Hermann Czech gestaltete, MAK-Cafe für zwei Mio. Euro umgebaut. Es habe nicht mehr den Ansprüchen seines Hauses entsprochen, begründete MAK-Direktor Peter Noever die Entscheidung, den alten Betrieb am 5. September zu schließen. Nach langer Planung habe man nun ein Konzept „ohne Erinnerung an Thonet-Stühle“ entwickelt, so der Museumsdirektor, der auch als künstlerischer Leiter des Restaurants fungieren soll.


Das Architektenteam „eichinger oder knechtl“ plant nun, die Frontfassade mit einer kleinen Brüstung zu durchstoßen, „Skulptur am Ring“ genannt. Im Garten wird es einen verglasten Anbau als Extrazimmer geben, dessen Dach zu öffnen ist. Dazwischen liegt ein „Budl-Lounge“ genannter Bereich, an den eine Bar anschließt. Dahinter wiederum befindet das zukünftige Restaurant. Überspannt wird alles mit einem riesigen Luster. Auch die Toiletten sollen komplett designt werden – nur so könne der Gast „diesen Moment der Meditation genießen“, meinte Architekt Gregor Eichinger.

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