Wiener kritisieren 2G-Regel bei Großevents

Rapids "Block West" war aus Protest nur spärlich besucht.
Rapids "Block West" war aus Protest nur spärlich besucht. ©APA/EXPA/THOMAS HAUMER
Nur mehr Geimpfte und Genesene dürfen seit 1. Oktober zu Großveranstaltungen. Beim Frauenlauf und vor dem Rapid-Match hat das für viel Kritik gesorgt.

Bei Events mit mehr als 500 Teilnehmern gilt die 2G-Regel, man muss also geimpft oder genesen sein. Beim Österreichischen Frauenlauf war bis zuletzt nicht klar, welche Maßnahmen nun gelten. Viele Läuferinnen hielten die 2G-Regel für überzogen, vor allem, weil das Laufevent im Freien bei bestem Wetter stattfand.

Veranstalterin Ilse Dippmann war laut eigenen Aussagen den Tränen nahe und kurz davor, die Veranstaltung hinzuwerfen. Seit Mitte Mai liefen viele konkrete Vorarbeiten, zwölf Tage vor dem Lauf wurden die neuen Covid-Regelungen angekündigt. "Wie ein Tornado" habe das die Planungen durcheinandergewirbelt.

Ärger bei Rapid-Fans

Bei Rapid Wien, der am Sonntag das erste Heimspiel mit 2G-Regeln bestritt, rechnete man mit einem Zuschauerrückgang. Für Geschäftsführer Christoph Peschek bedeutet das hauptsächlich wirtschaftliche Ausfälle bei Ticketverkäufen, mit bis zu 40 Prozent weniger rechnet Peschek.

Auf der Südtribüne und dem Block West herrschte am Sonntag beinahe gähnende Leere. Aus Protest gegen die 2G-Regel verzichtete man auf organisierte Anfeuerungen. Und das, obwohl Rapid gegen Tirol mit 5:2 gewann.

(APA/red)

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