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Wiener Kriminalstatistik für 2013: Fünf Prozent mehr Straftaten als 2012

Die Polizei hatte auch 2013 in Wien alle Hände voll zu tun, wie die Kriminalstatistik zeigt
Die Polizei hatte auch 2013 in Wien alle Hände voll zu tun, wie die Kriminalstatistik zeigt ©VIENNA.AT (Sujet)
Am Donnerstag wurde vom Landeskriminalamt Wien die Kriminalstatistik für die Bundeshauptstadt für Jänner bis Dezember 2013 veröffentlicht. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt Rückgänge bei Raubüberfällen, aber einen Zuwachs bei Einbrüchen, Diebstahls- und Betrugsdelikten.
Die Halbjahres-Kriminalstatistik
Die Kriminalstatistik für 2012

Auf der positiven Seite geht aus der Wiener Kriminalstatistik hervor, dass der Trend zu einer weiterhin hohen Aufklärungsquote anhält.

So viele Anzeigen gab es in Wien

Die Kriminalstatistik gibt Auskunft über die von Jänner bis Dezember 2013 an die Staatsanwaltschaft erstatteten Anzeigen.

Die Zahl der angezeigten Straftaten in Wien ist 2013 im Vergleich zum Jahr zuvor um fünf Prozent gestiegen – und zwar von 203.055 auf 212.503, was ein Plus von fast 9.500 Anzeigen bedeutet. Die Aufklärungsquote lag mit 35,2 Prozent deutlich unter dem österreichweiten Schnitt von 43,1 Prozent. Das geht aus der Kriminalstatistik Wien hervor.

10 % mehr Wohnungseinbrüche

Eine Steigerung von mehr als zehn Prozent gab es in Wien bei Wohnungseinbrüchen, hier wurden im Vorjahr 7.173 Anzeigen erstattet, sagte Michael Mimra, Leiter des Ermittlungsdienstes im Landeskriminalamt, der APA. Bei den Hauseinbrüchen gab es einen Rückgang von 5,3 Prozent auf 1.530 Delikte.

In Summe gibt es so jeden Tag in Wien 24 Einbrüche. Eine massive Steigerung um mehr als 120 Prozent wurde bei Kellereinbrüchen verzeichnet. Diese Zahl stieg von 3.860 Anzeigen auf 8.610 im Vorjahr.

Eigentumsdelikte: Zuwachs von über 6% bei Diebstählen

Eine beträchtliche Steigerung wurde auch bei Ladendiebstählen verzeichnet, und zwar von 5.868 auf 9.113 im Vorjahr. Statistisch gesehen werden jeden Tag fast 25 Ladendiebstähle begangen.

Auch bei den Taschendiebstählen wurde eine Steigerung von fünf Prozent auf rund 22.000 Delikte verzeichnet. Ebenfalls einen Anstieg von rund fünf Prozent gab es bei Fahrraddiebstählen – 2013 wurden rund 9.300 Anzeigen erstattet.

Plus bei Sachbeschädigungen und Raubdelikten

Eine Zunahme wurde auch bei Sachbeschädigung durch Graffiti verzeichnet. Hier stieg die Zahl der Anzeigen von 2.003 auf 2.363 im Jahr 2013 – das bedeutet ein Plus von 17,9 Prozent. In diesem Bereich wurden aber erst vor wenigen Wochen nach konzentrierten Ermittlungen mehrere Serientäter festgenommen, so die Polizei.

Über doppelt so viele Betrugsfälle wie 2012

Wie in der bundesweiten Statistik hat auch in Wien die Zahl der Internetbetrugs-Delikte deutlich zugenommen – von 880 im Jahr 2012 auf rund 2.100 im Vorjahr, erläuterte Mimra. Laut dem Ermittler handelt es sich bei diesen Delikten primär um Bestellbetrug.

Weniger Autodiebstähle in Wien

Rückläufig waren im Vorjahr die Pkw-Diebstähle. Dennoch “wechselten” jeden Tag statistisch gesehen vier Autos illegal ihren Besitzer, im gesamten Jahr wurden 1.432 Autos in der Bundeshauptstadt als gestohlen gemeldet.

Weniger Banküberfälle, Juwelierraube und Co.

Die Zahl der Banküberfälle ging von 34 auf 27 zurück, jene auf Juweliere von 26 auf 18. Insgesamt 42 Mal wurden Tankstellen überfallen, 36 Mal Trafiken, auch hier gingen die Zahlen zurück. Am größten war der Rückgang bei Überfällen auf Taxifahrer, 18 Fälle wurden im Vorjahr zur Anzeige gebracht, 2012 waren es noch 61.

Positiv wertet die Polizei die Entwicklung bei Raubkriminalität. Sowohl die Anzeigen wegen Raubes als auch schweren Raubes sind gesunken. Zuwächse gab es jedoch bei Raub an öffentlichen Orten, hier gab es 32,3 Prozent mehr Anzeigen. Darunter fallen laut Mimra hauptsächlich auch Handyraube, 2013 wurden rund 1.300 Anzeigen erstattet.

Weniger Körperverletzungen

Rückläufig gestalteten sich 2013 auch Gewaltdelikte. So gab es um 4,1 Prozent weniger Anzeigen wegen Körperverletzung. Bei dem Delikt der schweren Körperverletzung war der Rückgang noch deutlicher: Die Zahl der Anzeigen sank von 1.287 auf 1.141 im Jahr 2013 – und damit um 11,3 Prozent.

18 Morde in Wien – alle aufgeklärt

Gleich blieb die Anzahl der Tötungsdelikte – 18 Fälle gab es hier 2013, die wie im Vorjahr alle aufgeklärt wurden.

16 Verurteilte durch Soko Hypo-Ermittlungen

Ermittlungen der Soko Hypo Alpe Adria haben bisher zu 16 Verurteilungen geführt. In Summe wurden die Angeklagten erstinstanzlich zu 40 Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, sagte der Direktor des Bundeskriminalamtes, Franz Lang, bei der Präsentation der Kriminalstatistik 2013 am Donnerstag in Wien. Über die Verurteilten wurden insgesamt 7,35 Millionen Euro Geldstrafe verhängt.

2009 – dem Jahr der Notverstaatlichung der Hypo – war die Soko gegründet worden. Ihr gehören derzeit zwei Bankenexperten, vier Staatsanwälte und 25 Ermittler an. Seit der Gründung gab es 477 Anordnungen der Staatsanwaltschaft. Das Aktenvolumen umfasse mittlerweile 8,9 Terabyte, ausgedruckt würde dies “jenseits von 40 Millionen Seiten” liegen, erläuterte Lang. “Die Soko wird noch mindestens zwei Jahre weiterarbeiten”, sagte der Direktor.

(apa/red)

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