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Wiener Krankenkasse droht der Finanzkollaps

Die Prüfer, die Gesundheitsministerin Rauch-Kallat der finanzmaroden Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) geschickt hatte, fanden keine Spur von Geldverschwendung - aber insgesamt prekäre finanzielle Lage.

Dafür orten sie eine höchst bedrohliche Finanzlage, die das gesamte Gesundheitssystem kippen könnte. Das berichtet der „Kurier“ in seiner Freitag-Ausgabe.

Demnach warnen die Experten vor einem möglicherweise bereits 2006 drohenden Finanzkollaps der WGKK und in der Folge des gesamten österreichischen Gesundheitssystems. Die Ursachen für die schwer defizitäre Entwicklung, die in ähnlichem Maße auch in Kärnten und im Burgenland registriert wird, liegen laut Prüfbericht in Bereichen, die die WGKK nicht beeinflussen kann: In der insgesamt fast um die Hälfte gestiegenen Arbeitslosigkeit, die der Bund mit seinen auf dem Stand von 2001 gedeckelten Zuschüssen nur noch zum Teil mitträgt.

Bei der Untersuchung atypisch vieler und langer Krankenstände unter den Arbeitslosen kamen die Prüfer zu folgendem Schluss: „Einer der Gründe liegt im Vernehmen darin, dass das Arbeitsmarktservice den Arbeitslosen empfiehlt, sich krank schreiben zu lassen. Das verlängert nämlich den Anspruch auf Arbeitslosengeld und schönt die Statistik.“

Für den Entfall weiterer Einnahmen sorgt das Abwandern zahlreicher arbeitslos gewordener junger Menschen ins Taglöhner- und ins Jungunternehmertum – ihre Beiträge zahlen sie nun der gewerblichen Krankenversicherung. Ein Riesenbrocken an Einnahmen entgeht wegen der unzähligen Firmenpleiten.

Zusätzlich verschärft wird die Finanznot der WGKK durch einen höchstgerichtlichen Entscheid, der den wohlhabenderen Länder-Kassen Recht gab, die nicht einsehen, warum sie über ihren Ausgleichfonds auch noch das Wiener Hanusch-Krankenhaus mitfinanzieren sollen. Jetzt steht die Wiener Kasse vor einem jährlichen Finanzierungsloch von zusätzlichen knapp 30 Millionen Euro.

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