Wiener KAV will Mitarbeiter in Frühpension schicken: Volksanwaltschaft prüft

Das Pflegezentrum im Otto-Wagner-Spital steht vor der Schließung.
Das Pflegezentrum im Otto-Wagner-Spital steht vor der Schließung. ©APA (Sujet)
Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) plant laut Medienberichten 20 Mitarbeiter in Frühpension zu schicken, weil das Pflegezentrum im Otto-Wagner-Spital vor der Schließung steht und der KAV für die 20 Mitarbeiter "keine weitere Verwendungsmöglichkeit" mehr sehe, wird ein Schreiben des Spitalträgers zitiert. Das Vorgehen wird nun von der Volksanwaltschaft geprüft.
Schließung 2018

Eine Fachärztin, Allgemeinärzte, Psychologen, Krankenpfleger, Oberschwestern, Pflegehelfer und Sozialarbeiter sollen vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden. Aus Sicht von Volksanwalt Günther Kräuter ist dies völlig unverständlich, wie er am Montag in einer Aussendung betonte: “Im Gesundheits- und Pflegebereich herrscht eklatanter Personalmangel. Die Stadt Wien braucht diese Fachkräfte.”

Frühpensionierung wegen Schließung des Pflegezentrums: Volksanwalt prüft

“Die Volksanwaltschaft wird die geplante Frühpensionierung der 20 Mitarbeiter im KAV nun von Amts wegen prüfen”, kündigt Kräuter an: “Ich verlange rasche Aufklärung.” Der KAV verwies laut “Standard” darauf, dass die Maßnahme noch von der gemeinderätlichen Personalkommission abgesegnet werden müsse. Die Zahl 20 werde aber nicht überschritten, hieß es. Bei den Betroffenen würde der Aufwand einer Umschulung in keiner Relation zum Nutzen stehen, wurde das Vorhaben laut dem Bericht begründet.

Kritik setzte es am Montag auch von der ÖVP und den NEOS. Wiens ÖVP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec sprach in einer Aussendung von einem “fatalen und verheerenden Signal”. Gut ausgebildetes Personal in Zeiten wie diesen einfach “nach Hause” zu schicken, ist auch nach Ansicht der NEOS-Klubchefin im Rathaus, Beate Meinl-Reisinger, “alles andere als weitsichtig”.

(APA/Red)

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