Wiener Justizwachebeamte bedroht: 4 Monate Haft

Der Angeklagte muss vier Monate Haft antreten.
Der Angeklagte muss vier Monate Haft antreten. ©APA/Helmut Fohringer
Ein 20-jähriger mann wurde heute am Wiener Landesgericht zu vier Monaten unbedingter Haft verurteilt. Er hatte zuvor einen Justizwachebeamten bedroht und beschimpft.

Weil er einen Justizwachebeamten bedroht hatte, ist ein 20-jähriger Mann am Mittwoch vom Wiener Landesgericht zu vier Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Zudem wurde der offene bedingte Strafteil aus einer Vorverurteilung widerrufen, so dass der gebürtige Tschetschene insgesamt 16 Monate absitzen muss. Das Urteil ist rechtskräftig.

Angeklagter verschickte Sprachnachrichten mit Beschimpfungen

Der Angeklagte weist bisher zwei Vorstrafen wegen Raubes auf. Bei der zweiten Verurteilung hatte er trotz eines raschen Rückfalls mithilfe seines Verteidigers Florian Kreiner noch eine teilbedingte Freiheitsstrafe erhalten. Von eineinhalb Jahren musste er nur sechs Monate verbüßen, den Rest bekam er unter Setzung einer Probezeit bedingt nachgesehen.

Nach seiner Entlassung gingen dem 20-Jährigen allerdings die Sicherungen durch. In einem sozialen Netzwerk fand er das Profil jenes Justizwachebeamten, der ihm während seines Aufenthalts in der Justizanstalt Josefstadt einmal das Telefonieren untersagt hatte. Er ließ dem Beamten daraufhin eine Sprachnachricht mit äußerst derben Beschimpfungen zukommen.

Angeklagter drohte mit Körperverletzung

Nach Ansicht von Richter Georg Allmayer war damit unzweifelhaft der Tatbestand der gefährlichen Drohung erfüllt. Die Anklage war davon ausgegangen, dass der 20-Jährige dem Empfänger der Nachricht zumindest mit einer Körperverletzung gedroht hatte, um diesen in Furcht und Unruhe zu versetzen.

(APA/Red)

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