Wiener Jugendamt bekommt weiteres Kinder-Krisenzentrum

Einigung zwischen Stadt und Personalvertretung: Für 2011 sind zusätzlich fünf neue Wohngemeinschaften geplant.
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Das Wiener Jugendamt (MA11) und die Stadt haben ihre Diskrepanzen bereinigt und sich bei einem Treffen am Montagabend auf künftige Maßnahmen geeinigt: Im kommenden Jahr sollen ein neues Kinder-Krisenzentrum in der Donaustadt sowie fünf neue Wohngemeinschaften entstehen. “Ich freue mich, dass die Auffassungsunterschiede mit der Personalvertretung der Sozialpädagogen der Mag Elf ausgeräumt werden konnten”, erklärte Jugendstadtrat Christian Oxonitsch (S). Die Personalvertreter hatten am Montag über überfüllte Krisenzentren geklagt.

Derzeit würden in den Wohngemeinschaften 68 und in den Krisenzentren 28 freie Plätze zur Verfügung stehen. “Mir ist bewusst, dass der September nicht entscheidend ist, weil die Auslastung erfahrungsgemäß ab Herbst wieder ansteigt”, betonte der Stadtrat. Er zeigte sich aber für “die Situation in diesem Winter” zuversichtlich, denn im Vorjahr seien in den beiden Bereichen nur halb so viele Plätze frei gewesen.

“In-Go” für männliche Jugendliche

Oxonitsch begründete die höheren Kapazitäten damit, dass die “bereits eingeleiteten Maßnahmen greifen” würden. In diesem Jahr entstanden bereits ein neues Krisenzentrum sowie acht neue Wohngemeinschaften. Sollte es dennoch zu einem Überbelag kommen, würden die Mitarbeiter im Krisenzentrum durch eine weitere Person unterstützt werden.

In wenigen Wochen wird zudem die Einrichtung “In-Go” in Betrieb gehen. Diese wird auf die Unterstützung männlicher Jugendlicher spezialisiert sein, die – zum Beispiel aufgrund hoher Gewaltbereitschaft – nicht “herkömmlich betreubar” sind, hieß es in der Aussendung. Am 1. Jänner 2011 wird zudem eine Sozialpsychiatrische Wohngemeinschaft für psychisch kranke Kinder und Jugendliche eröffnet.

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