Wiener Haus des Meeres durch Coronakrise in finanziellen Schwierigkeiten: 50.000 Euro Spenden

Das "Haus des Meeres" in Wien hat trotz fehlender Einnahmen enorm hohe laufende Kosten.
Das "Haus des Meeres" in Wien hat trotz fehlender Einnahmen enorm hohe laufende Kosten. ©Daniel Zupanc
Das Wiener Haus des Meeres hat im März auf seine schwierige Lage durch die Corona-Krise aufmerksam gemacht, denn es gebe keine Einnahmen, jedoch weiter hohe laufende Kosten. Zwar bleibt die Situation weiter prekär, allerdings gibt es auch eine freudige Nachricht: Seit der Schließung sind 50.000 Euro an Spenden und Patenschaften eingetrudelt, hieß es am Mittwoch.
Kein Geld: Zukunft des "Haus des Meeres" ungewiss

"Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet - herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben", freute sich Geschäftsführer Michael Mitic in einer Aussendung am Mittwoch. Mit diesem Geld könne zumindest die Grundversorgung im Aquarienzoo, dazu zählen die Tierpflege sowie Energie- und Futterkosten, sichergestellt werden.

Corona-Krise: Schwierige finanzielle Lage für Haus des Meeres in Wien

Das Haus des Meeres befindet sich in einer schwierigen finanziellen Lage, da mit der Coronavirus-bedingten Schließung die hauptsächliche Einnahmenquelle, nämlich die Eintrittsgelder, weggefallen sind. Doch die Kosten für den Betrieb laufen weiter - wobei hier bereits ein strenger Sparkurs samt Kurzarbeit gefahren werde, wie es hieß.

Der monatlichen Kosten belaufen sich derzeit auf 422.000 Euro, normalerweise würden sie das Doppelte betragen. Was finanzielle Hilfe vonseiten der öffentlichen Hand betrifft, so sieht Mitic bis dato noch keinen Hoffnungsschimmer. Es gebe weder von staatlicher noch von Gemeindeseite konkrete Zusagen für Unterstützungen. Nicht einmal die Kurzarbeit sei bestätigt - lediglich, dass der Antrag eingelangt sei, wurde in der Aussendung beklagt.

Daher nutzte Mitic die heutige Aussendung auf dafür, um die Menschen um weitere Spenden zu bitten: "Bitte weiter machen!" Und eines versicherte er heute auch: "Unseren Tieren geht es prächtig, die bekommen von der Krise nichts mit."

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(APA/Red.)

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