Wiener Grüne setzen (sich) aufs Rad

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Anlässlich des „Autofreien Tages“ am morgigen Freitag wollen die Wiener Grünen ein deutliches Zeichen und sich aufs Rad setzen.

Mit einer großen Sternfahrt werden sich Radlergruppen von sieben Punkten der Stadt aus in Bewegung setzen, um sich schließlich am Karlsplatz zu vereinen. Von dort aus werde man dann in Kolonne die Ringstraße befahren, kündigte der Grüne Gemeinderat und passionierte Fahrradfahrer Christoph Chorherr an.

Als Abschluss des Tages ist ein Fest in der Josefstädterstraße geplant. Er erwarte sich – abhängig vom Wetter – ein paar Tausend Radfahrer, so Chorherr. Damit könne man dann eine „Hommage an dieses urbane Verkehrsmittel“ leisten und zugleich die Stadt auf ihre Versäumnisse aufmerksam machen.

Schließlich werde der Autofreie Tag vom zuständigen Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) gänzlich ignoriert – „aus Feigheit der Wiener SPÖ vor dem Boulevard“, konstatierte Chorherr. Außer wenigen Inseraten sei nichts von der groß angekündigten „Mobilitätswoche“ rund um den kommenden Freitag zu bemerken.

Dabei gebe es nur zwei urbane Verkehrsmittel: Den Radfahrer und den Fußgänger. Und wenn man bedenke, dass München rund 15 Prozent Radverkehrsanteil vorweisen könne, sei bei Wien eine Verdopplung der derzeit maximal fünf Prozent locker möglich, schätzte Chorherr.

Es gehe aber nicht nur darum, die Defizite aufzuzeigen, sondern auch das, was notwendig wäre. Dazu zählte Chorherr die flächendeckende Öffnung der Einbahnen, mehr Abstellplätze und bessere Radverkehrsanlagen. Bei einem der 33 nach der vergangenen Wien-Wahl vereinbarten Rot-Grünen Projekte, mit dem Einnahmen aus den Parkometern für Fahrradgaragen verwendet werden sollten, sei der Verkehrsstadtrat übrigens säumig. Dieser müsse endlich die rechtlichen Grundlagen für das Vorhaben schaffen, forderte Chorherr.

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