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Wiener Gerangel um Flughafen Bratislava

Österreichischer Bieterwetbewerb zeichnet sich um den zur Privatisierung anstehenden Flughafen Bratislava ab - Flughafen Wien und AUA zeigen Interesse.

Um den voraussichtlich ab Herbst zur
Privatisierung anstehenden Flughafen Bratislava herrscht bereits
jetzt ein österreichinterner Bieterwettbewerb: Beteiligungsangebote
legen wollen sowohl der Flughafen Wien als auch die AUA, letztere
aber nur als Miniteilhaber eines österreichisch-slowakischen
Konsortiums. Dass die zwei österreichischen Interessenten nicht
gemeinsam ins Rennen steigen, sorgt vor allem beim Wiener
Flughafen-Großeigentümer für Unmut, wie bei einer
Wirtschaftskonferenz mit prominenter österreichischer Beteiligung in
der slowakischen Hauptstadt Pressburg offenkundig wurde.

Keine gemeinsame Vorgangsweise


Dass man sich nicht auf eine gemeinsame Vorgangsweise verständigen
konnte, war wie berichtet schon seit Wochen klar. AUA-Chef Vagn
Sörensen weist jede Schuld von sich, zumal es sei ja das
ursprüngliche Angebot der AUA an den Flughafen gewesen sei, da
gemeinsam vorzugehen. Das sei aber vom Flughafen Wien abgelehnt
worden, sagte Sörensen am Donnerstag vor österreichischen
Journalisten in Pressburg.

“Unglückliche Situation”


Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S),
20-Prozent-Eigentümer-Vertreter des Flughafen Wien, hält es für eine
„unglückliche Situation“, dass um den Airport Pressburg zwei
Österreicher gegeneinander antreten. „Ich habe das auch dem
Finanzvorstand mitgeteilt, dass das ein Unglück ist“, so Häupl am
Donnerstag auf Journalistenfragen.


Häupl trifft sich Donnerstag Nachmittag mit dem slowakischen
Verkehrsminister. Ihm unterbereite er dabei das offizielle Angebot,
„dass wir als Flughafen Wien als Bewerber für eine Beteiligung
auftreten werden“. Vor allem aber werde er ein Kooperationsangebot
unterbreiten, also zusagen, „dass wir unsere Flughafen-Eisenbahn CAT
nach Bratislava anbinden, wenn wir den Zuschlag bekommen“.

“Keine feindliche Übernahme”


Vor den Teilnehmern eines österreichisch-slowakischen
Wirtschaftsgipfels in der slowakischen Hauptstadt versicherte Häupl
abermals, dass es dem Wiener Flughafen in Bratislava nicht um eine
„feindliche Übernahme“ gehe. Es gehe tatsächlich um eine enge
Zusammenarbeit. „Wir können als einzige die Verknüpfung von Flug und
Schiene anbieten.“


AUA-Chef Sörensen hielte es für wichtig, dass es eine engere
Anbindung und Kooperation der beiden Flughäfen gibt, „egal, wer den
Zuschlag erhält“. Solches könne man nicht abhängig davon machen, wer
wirklich eine Beteiligung erwirbt.


Sörensen hielt fest, dass sich seine börsenotierte Austrian
Airlines in dem bisher „noch nicht ganz vollständigen“
österreichisch-slowakischen Bieterkonsortium nur mit einem
symbolischen Anteil beteiligen werde. „Wenngleich unser Konsortium
natürlich so viel haben möchte wie möglich.“ Nicht üblich sei es
aber, dass eine Airline ein mehrheitlicher Flughafeneigentümer sei.


Redaktion: Elisabeth Skoda

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