Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wiener gehen nicht nach 20.00 Uhr einkaufen

&copy Bilderbox
&copy Bilderbox
In der Bundeshauptstadt Wien wird die neue Ladenöffnungs-Regelung nicht gerade als überwältigender Erfolg betrachtet - lange Geschäftszeiten funktionieren nur im Donauzentrum und der Lugner City.

Viele Geschäfte nutzen die Möglichkeit zur Abendöffnung an zwei Wochentagen nicht. „Aus meiner Sicht war das Ergebnis eher nicht zufrieden stellend“, hat der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Nettig, kürzlich betont. Lediglich in den Einkaufszentren fällt das Urteil über die Liberalisierung großteils positiv aus.

Samstag bis 18.00 Uhr funktioniert

In Wien durften die Geschäfte ab Sommer 2003 zunächst nur an einem Tag die Möglichkeit zum längeren Einkauf anbieten. Im Zuge von Gesprächen zwischen Wirtschaft, Stadt und Sozialpartnern kam im November ein weiterer Abend dazu. Nach dem Weihnachtsgeschäft verzichteten viele Geschäftsleute in den Einkaufsstraßen jedoch bald wieder auf Shopping-Abende – unter anderem auf Grund der hohen Kosten. Unumstritten ist lediglich die Samstagsöffnung bis 18.00 Uhr.

Im Donauzentrum funktioniert’s

„Sehr zufrieden“ äußerte sich Ingo Hödl, der Geschäftsführer des größten Einkaufszentrums der Stadt, dem Donauzentrum. Er sperrt nun am Donnerstag bis 21.00 Uhr und am Samstag bis 18.00 Uhr auf. Vor allem der verlängerte Samstag werde von den Wienern „zu 100 Prozent angenommen“, freute er sich. Hödl ging auch von einem Umsatzwachstum auf Grund der geänderten Zeiten aus, ohne ihn genau beziffern zu können. Eine Steigerung von 0,2 bis 0,4 Prozent halte er aber für wahrscheinlich.

Drei Prozent plus in der Lugner City

„Die Bilanz ist ausgezeichnet, wir haben sicher Kunden gewonnen“, freute sich auch Richard Lugner, Chef der nach ihm benannten „Lugner-City“ in Rudolfsheim-Fünfhaus. Gegenüber dem Vorjahr betrage das Umsatzplus drei Prozent, „das ist hauptsächlich auf die Ladenöffnung zurückzuführen“. An den Freitagen, an denen das Einkaufszentrum bis 21.00 Uhr offen hält, habe das Plus zuletzt sogar rund 20 Prozent betragen.

Weitere Liberalisierung gewünscht

Spätestens zur Eröffnung seines Kino-Centers will Lugner auch am Donnerstag wieder bis 21.00 Uhr öffnen. Sein Wunsch an die Gesetzgebung: „Die sollen aufhören, das überhaupt zu reglementieren“. Auch in der Millennium City an der Donau wünscht man sich weitere Liberalisierungsschritte. „Wir könnten damit vermehrt auf die Kunden eingehen und die Überschneidung von Entertainment und Shopping besser hinkriegen“, hieß es.

Österreicher sind zu unflexibel

Im Shopping-Center-Nord hat man die ursprüngliche Lösung, an zwei Tagen länger zu öffnen, wieder aufgegeben, berichtete Geschäftsführerin Christiane Draxler. Als Kompromisslösung hätten die Geschäfte nun am Donnerstag bis 20.00 Uhr offen. Grundsätzlich zeigte sie sich pessimistisch: „Die Kiste Bier will man schon zu Hause haben, wenn man um 20.00 Uhr isst“. Durch 100-Prozent-Aufschläge auf Überstunden entstünden zwar mehr Kosten, die Umsätze würden aber nicht wachsen. „Der Österreicher ist zu wenig flexibel“, befand Draxler.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wiener gehen nicht nach 20.00 Uhr einkaufen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen