Wiener Forscher gegen Herzinfarkt

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Wiener Gentechnik-Produkt erfolgreich an Probanden getestet - Fibrex Medical - Peptid gegen Entzündungsreaktion nach Herzinfarkt-Therapie - Sichere Anwendung.

Erfolg für das Wiener Biotech-Unternehmen Fibrex Medical: Das Protein FX06 aus der eigenen Forschung ist an 30 gesunden Probanden an der Klinischen Abteilung für Pharmakologie des Wiener AKH erprobt worden. Es erwies sich in verschiedenen Dosierungen als sicher, selbst bei der Verabreichung hoher Mengen traten keine Nebenwirkungen auf. Der Wirkstoff soll entzündliche Reaktionen hemmen, wie sie nach der Behandlung eines Herzinfarkts auftreten.

FX06 wurde von einem Team um Univ.-Prof. Dr. Peter Petzelbauer von der Universitäts-Hautklinik am Wiener AKH entdeckt. Bereits in nächster Zeit soll eine Studie an 140 Herzinfarktpatienten in 20 Zentren in sieben europäischen Staaten zur Verhinderung von so genannten Reperfusionsschäden folgen, erklärte man bei Fibrex gegenüber der APA.

Reperfusionsschäden sind Schädigungen des Herzmuskels, die in Folge der Behandlung eines Herzinfarkts auftreten. Beim Herzinfarkt ist ein Teil des Herzmuskels von der Durchblutung abgeschnitten, so dass die akute Therapie darauf ab zielt den Blutfluss umgehend wieder herzustellen. Durch invasive Maßnahmen wird dieses Ziel auch rasch erreicht, doch ist dafür „ein Preis zu zahlen“: Sauerstoffradikale bilden sich und provozieren eine entzündliche Reaktion. Diese kann im schlimmsten Fall zu unwiderruflichen Schädigungen des Herzens führen.

Hier soll das potenzielle neue Medikament eine Verbesserung bringen. Auf eine Wirksamkeit haben in der Vergangenheit bereits umfangreiche Tierversuche hingewiesen. Jetzt soll in der nächsten Studie die Effektivität von FX06 an Infarktpatienten untersucht werden wird. Im März des Jahres 2005 haben führende Risikokapitalgeber Fibrex mehr als 7,8 Mio. Euro für die Entwicklung von FX06 zur Verfügung gestellt.

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