Wiener ertrank bei Sturm im Wörthersee

Ein heftiger Sturm, der am Samstag weite Teile Kärntens heimsuchte, hat ein Menschenleben gefordert: Ein 77-jähriger Wiener stürzte bei einem Anlegemanöver mit einem Segelboot in den Wörthersee und ertrank.

Seine Leiche konnte erst nach stundenlanger Suche am Abend geborgen werden.
Drei erwachsene Urlaubsgäste und ein elfjähriges Mädchen waren am Nachmittag bei noch schönem Wetter von Pörtschach nach Velden und zurück gesegelt. Die drei Männer – ein 43-jähriger Angestellter aus Deutschland, ein 75-jähriger Pensionist aus Deutschland sowie der Pensionist Walter Utschnick aus Wien – galten als erfahrene Segler.

Als sie gegen 17.20 Uhr wieder an der rund 80 Meter vom Ufer entfernten Boje einer Pörtschacher Segelschule anlegen wollten, kam es zu dramatischen Augenblicken: Dem 43-Jährigen gelang zwar trotz des plötzlich einsetzenden Sturmes, Regens und hohen Wellenganges das Anlegemanöver, der Wiener konnte aber den Karabinerhacken nicht an der Boje einhängen. Bei dem Versuch, das abtreibende Segelboot mit der Hand an der Boje zu halten, stürzte der 77-Jährige in das kalte Wasser.

Nach einem Wendemanöver gelang es dem Schiffsführer noch, dem Pensionisten eine Schwimmweste zuzuwerfen. Utschnick konnte diese zwar auffangen, hatte aber nicht mehr die Kraft sie anzulegen und ging unter. Auch der 43-jährige Deutsche war beim Rettungsversuch ins Wasser gestürzt, konnte sich aber selbst retten. An der anschließenden Suchaktion beteiligten sich 20 Taucher von Feuerwehren und Wasserrettung. Bei Einbruch der Dunkelheit gegen 20.15 Uhr fanden sie schließlich den Wiener in rund 30 Meter Tiefe und bargen die Leiche.

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