Wiener Donauinselfest: Das sind die Highlights

Auch in seiner 28. Auflage fällt das - am Dienstagabend von Cheforganisator Sascha Kostelecky präsentierte - bietet das Programm des Donauinselfestes eine annehmbare Mischung.
ATV-Bühne letztes Jahr
Donauinselfest 2010: Ö3-Bühne
2010: Party bei der FM4-Bühne
Donauinselfest: MTV-Bühne

Details zum Donauinselfest 2011: Das dreitägige Freiluftspektakel bringt ab 24. Juni bei freiem Eintritt unter anderem das spirituell angehauchte Soulkollektiv Söhne Mannheims, die 80er-Veteranen Europe, das Avantgarde-Volksmusik-Duo Attwenger oder Schlager-Granden von Wörther- bis Edlseer auf die Bühne. Trotz insgesamt 18 Bühnen hat man sich in Sachen Musikangebot heuer jedoch leicht zurückgenommen. Ein Grund: Die Ö3-Bühne fusioniert mit der Radio-Wien– zur ORF-Bühne.

Das divergierende Hörerpublikum beider Sender schlägt sich durchaus im Line-up nieder. Konsenspop a la Train, James Cottriall oder Ich+Ich changiert mit Nostalgieausflügen in die 1980er, im Zuge dessen sich etwa Peter Cornelius – nicht unpassend – “Reif für die Insel” zeigen oder Headliner Europe den “Final Countdown” einzählen werden. Der Verzicht auf die stets gut besuchte Stage des “Hitradios” wird von den Organisatoren mit einem neuen Sicherheitskonzept argumentiert, das neben verstärkter Videokontrolle auch mehr Freiraum für die Besucher vorsieht. Die Radio-Arabella-Bühne wird dafür ebenfalls geopfert.

FM4-Bühne mit Chikinki und Shout Out Louds

An den übrigen der insgesamt 18 Standorte zwischen Reichs- und Nordbrücke wird ebenfalls auf ein Potpourri aus internationaler und heimischer Kost gesetzt. Die FM4-Bühne konzentriert sich erneut auf Acts der als alternativ geltenden Szene. Die Londoner Hip-Hop-Ikone Roots Manuva oder die Indiepop-Combos Chikinki und Shout Out Louds treffen auf österreichische Genregrößen wie Kreisky und Nino aus Wien.

Stromgitarren dominieren wiederum die Rockbühne. Die Happy, 3 Feet Smaller und Danko Jones bestreiten die Abende. Die Willkommen-Österreich-Hausband Russkaja sorgt zudem für Balkananstrich. Zünftiger und idyllischer gibt sich die Schlager- und Volksmusikbühne, die nach ihrer Einführung im Vorjahr nun aufgewertet wird. Der Bogen spannt sich von den Alpenrebellen und Paldauern über Simone und Elisabeth Engstler bis zu Seppli & Florian und Musikantenstadl-Präsentator Andy Borg. 

Ö1-Bühne: Anspruchs- und humorvoll

Anspruchsvolle Unterhaltung heftet sich einmal mehr das Ö1-Zelt auf die Fahnen. Geboten wird u.a. Kabarett und Singer-Songwritertum: Lukas Resetarits und Andreas Vitasek teilen sich die Bühne mit Clara Luzia und Francis International Airport. Um verstärkt Publikum bereits an den Nachmittagen anzulocken, wird nicht nur das Familienprogramm erweitert, sondern eine eigene “Action & Fun-Insel” inklusive BMX- und Skate-Shows aus der Taufe gehoben. Jede Menge DJs, Auftritte von Gewinnern eines im Vorfeld veranstalteten Bandcontests und Kostproben aus dem Country-Oeuvre ergänzen den stilistischen Gemüsegarten.

Bürgermeister und SPÖ-Wien-Chef Michael Häupl – seine Partei veranstaltet das Fest – zeigte sich beim heutigen Event für Veranstaltungspartner und Medienvertreter geradezu euphorisch: “Sascha: Perfekt! Großartig!”, jubilierte das Stadtoberhaupt über ein Programm “voll von Highlights”.

Das Donauinselfest kostet heuer rund 4,5 Mio. Euro, wobei die Stadt dem Event mit 1,45 Mio. Euro unter die Arme greift. Dafür erhält man 600 Stunden Unterhaltung durch rund 2.000 Künstler. Im Vorjahr zählten die Veranstalter rund drei Mio. Insulaner.

(apa)

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