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Wiener Derby: Rapid und Austria ohne Doppelbelastung

Rapid Wien und die Wiener Austria peilen beide einen Europa Cup Startplatz an.
Rapid Wien und die Wiener Austria peilen beide einen Europa Cup Startplatz an. ©APA
Meister Austria und Rekordmeister Rapid haben im Herbst in der Fußball-Bundesliga wohl auch aufgrund der Doppelbelastung den ein oder anderen Punkt liegen gelassen. Im Frühjahr ist das Wiener Duo nicht mehr im internationalen Geschäft vertreten und will sich daher weniger Ausrutscher leisten und die Saison unter den Top-Drei beenden. Der Auftakt ist mit dem Wiener Derby gleich richtungsweisend.

“Für jeden Spieler und Trainer war die Champions League eine Herausforderung, es ist verständlich, dass die eine oder andere Schwäche zu viel in der Meisterschaft gezeigt wurde”, erklärte Austria-Trainer Nenad Bjelica. Vor allem die Duelle mit Atletico Madird und dem FC Porto waren eine große körperliche und mentale Belastung. “Die Mannschaft war manchmal überfordert. Das fällt jetzt weg und ist ein großer Vorteil. Wir können uns zu hundert Prozent auf die Meisterschaftsspiele konzentrieren”, sagte der Kroate.

Austria setzt auf Kontinuität

“Ich bin überzeugt, dass wir in den 15 Runden so spielen werden, wie es jeder von der Austria erwartet”, ist Bjelica optimistisch. Wichtig sei vor allem, keine unnötigen Punkte mehr liegen zu lassen. “Wir müssen mehr Kontinuität in unser Spiel bringen”, weiß der 42-Jährige. Der Wiener Austria fehlt nach 21 Spielen als Vierter nur ein Punkt auf den zweiten Europa League Qualifikations Startplatz. “Wir werden viel Energie brauchen, um einen Europacupplatz zu erreichen, aber wir sind bereit”, sagte Austrias Coach. Mit einem Platz unter den Top-Drei würde Bjelica auch die Zielsetzung des Vereins erreichen.

Mittelfeld Trio ist zurück

Optimistisch stimmt ihn auch die Rückkehr der beiden Mittelfeldspieler Alexander Gorgon und Alexander Grünwald im Laufe des Frühjahrs. Auch Tomas Jun wird laut Bjelica wieder zu seiner alten Form finden. “Wir haben die drei Spieler im Herbst praktisch nicht gehabt, das würde jedem Verein schaden”, betonte der Coach. Gorgon und Grünwald machten verletzungsbedingt nur wenige Spiele, Jun war im Herbst außer Form, gemeinsam hatte es das Trio in der Meistersaison noch auf 27 Tore und 30 Assists gebracht.

Rapid setzt auf Jugend

Im Gegensatzu zur Austria blieb Lokalrivale Rapid am Transfermarkt untätig. Die Hütteldorfer hoffen, dass sich die jugnen Spieler und somit die gesamte Mannschaft in der laufenden Saison weiterentwickeln kann. “Es ist klar dass die Konstanz gefehlt hat, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben, die einfach in so kurzer Zeit nicht über Konstanz verfügen kann. Jetzt ist es aber so, dass wir einen anderen Rhythmus haben und uns auch explizit auf jedes Spiel besser vorbereiten können als im Herbst”, hofft Trainer Zoran Barisic auf eine Steigerung. “Es wird auf unsere Leistung, unser Auftreten, unseren Teamgeist ankommen. Jeder muss für den anderen da sein”, forderte der Wiener. Auch für die Hütteldorfer wäre alles andere als ein Europacupplatz eine herbe Enttäuschung.

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