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Wiener Bestattungskonfigurator geht online: Planungstool hilft bei Beerdigung

Bei der Bestattung Wien kann man ab Donnerstag mithilfe von Bausätzen die Bestattung einfach und schnell von zuhause aus planen.
Bei der Bestattung Wien kann man ab Donnerstag mithilfe von Bausätzen die Bestattung einfach und schnell von zuhause aus planen. ©REUTERS
Die Bestattung Wien hat ein neues Angebot. Der Bestattungskonfigurator soll helfen, unkompliziert und rasch eine Beerdigung zu planen. Am 1. November geht der Bestattungskonfigurator online.

Ein Begräbnis zu organisieren ist mitunter eine komplizierte Sache. Die Bandbreite an Möglichkeiten ist heutzutage kaum überschaubar. Um Hinterbliebenen zu unterstützen, hat die Bestattung Wien nun einen “Bestattungskonfigurator” entwickelt. Er geht am 1. November, also zu Allerheiligen, online und soll Betroffenen helfen, in wenigen Schritten die Beisetzung samt anfallender Kosten zu planen.

Individualismus bei Beerdigungen

“Früher gab es drei Bestattungsklassen und das war’s”, erinnerte sich Markus Pinter, Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien GmbH, am Dienstag in einer Pressekonferenz. Mittlerweile gebe es jedoch auch hier den starken Trend zur Individualisierung – vom Blumenschmuck über das Musikstück, das bei der Verabschiedung gespielt werden soll, bis zu Spezialanfertigungen wie Fingerprints.

Dank des “Bestattungskonfigurators”, der ab Donnerstag auf der Website www.bestattungwien.at abrufbar sein wird, können sich Wiener nun ihr eigenes Begräbnis zusammenstellen. Das funktioniert nach einer Art Baukastenweise, wobei Kunden prinzipiell zwischen fünf Packages wählen können: klassisch, naturverbunden, exklusiv, individuell und preisbewusst. Danach klickt man sich durch die unterschiedlichen Detailbereiche wie Sargmodell, Blumenschmuck, Musik oder zusätzliche Leistungen wie Fotograf, Grabinschrift oder spezielle Andenken wie ein in Weißgold gefasster Fingerabdruck des Verstorbenen.

Kunden wählen “Wunschpackage”

Je nach Package macht das System pro Kategorie selbst einen Vorschlag. Ist man mit der Vorauswahl allerdings nicht zufrieden, kann man auch selbstständig aus diversen Sargmodellen oder Buketts auswählen. Bei jedem Schritt wird gleichzeitig der anfallende Preis ausgewiesen. Kostentransparenz sei ein großes Anliegen, betonte Bestattungs-Geschäftsführer Jürgen Sild: “Bei uns gibt es keine versteckte Rabatte.” Das Tool kann selbstverständlich nicht nur im Akutfall, sondern auch für die eigene Zukunft verwendet werden, um im Ernstfall Freunden und Verwandten eine Art Leitfaden mit den eigenen Wünschen für den letzten Weg hinterlassen zu können.

Die fertige Planung kann man sich jedenfalls selbst als auch der Bestattung per Mail schicken. Das Begräbnis als solches online bestellen bzw. beauftragen, kann man aber weiterhin nicht. Dafür ist weiterhin ein persönlicher Termin bei der Bestattung nötig – denn: “Es gibt bei Beerdigungen Dinge, die der Konfigurator nicht abdecken kann”, betonte Sild. So ist der Gesamtpreis eines Begräbnisses auch davon abhängig, wo die Person verstorben ist oder auf welchem Friedhof er begraben wird. Und es müsse etwa bedacht werden, dass beispielsweise bei einer Gruft ein Metallsarg verpflichtend sei.

(APA/Red)

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