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Wiener Bauern wollen Abschaffung von Schutzwidmung

Die Wiener Bauern fordern die Abschaffung der Flächenwidmungskategorie „Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel Landwirtschaft“ (SWWL): Durch deren zunehmende Ausweitung sei es den Bauern unmöglich, Nutzgebäude für ihre Betriebe zu errichten. Diese Ansicht vertraten am Donnerstag Bauernbund-Direktor Robert Wurm, Gottfried Schabbauer als Obmann des Bauernbundes und der geschäftsführende Wiener ÖVP-Obmann Johannes Hahn gemeinsam in einer Pressekonferenz.


Eine SWWL-Widmung sei bestenfalls für die Lobau denkbar, beträfe aber jetzt bereits rund ein Drittel der Wiener Gesamtfläche, beklagte Schabbauer. Noch klarer formulierte Wurm seine Ablehnung: „Brauchen tun wir’s (SWWL, Anm.) nicht.“ Es sei in Wien nicht mehr möglich, Bauern, die wegen U-Bahn- oder Straßenbau ihr Land verlören, auf adäquaten Ersatzflächen anzusiedeln.


Da diese oftmals unter SWWL-Widmung stünden, sei es verboten, Wohngebäude neben den Glashäusern zu errichten, was für einen funktionierenden Betrieb allerdings von zentraler Bedeutung sei. Vor allem Gebiete in Jedlersdorf, Strebersdorf und Stammersdorf seien betroffen. Die Flächen müssten deshalb mit der Kategorie L für „Landwirtschaftliches Gebiet“ versehen werden, die die Errichtung von Nutzgebäuden erlaube.


In dieser Ablehnung wisse man nicht nur „sämtliche Parteien“, sondern auch die betroffenen Bezirksvorsteher hinter sich, betonte Schabbauer. Man habe im Übrigen auch kein Problem damit, dass Bürgermeister Michael Häupl (S) unlängst der Titel eines “Ökonomierates“ für seine Verdienste um die Landwirtschaft verliehen wurde. An diesen bestehe kein Zweifel, „insbesondere um den Weinbau“, hob der Bauernbund-Obmann hervor.


Klare Regelungen müssten außerdem bei den Qualitätsstandards für den Import ausländischer Ware und beim potenziellen Einsatz von Gentechnik getroffen werden. „Wir können hier nicht im luftleeren Raum herumspazieren“, drängte Schabbauer.


„Wir werden uns massiv für die Frage der Flächenwidmung einsetzen“, stimmte auch Hahn zu. Mit seiner Präsenz bei dem heutigen Termin wolle er das „noch engere Zusammenwachsen der Wiener Volkspartei mit den Interessen der Bauern“ demonstrieren, umriss der nicht amtsführende Stadtrat seine Motivation. Er sah darin keinen Gegensatz zum selbst formulierten Anspruch als die urbane Kraft in Wien: „Das hier zeigt die Bandbreite einer tollen Stadt.“

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