Wiener Bankengründer wollen mit N26 schwarze Zahlen schreiben

Zwei Wiener stiegen mit N26 groß in die bankenwelt ein.
Zwei Wiener stiegen mit N26 groß in die bankenwelt ein. ©N26
Spätesten in zwei Jahren soll das Bankenstartup N26 (vormals Number26) schwarze Zahlen schreiben. Das berichteten die Wiener Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal. Erst kürzlich hat ihr Start-up eine Finanzspritze aus China erhalten.

Berlin. Ein Großteil der jüngst bei Investoren eingesammelten 130 Mio. Euro fließe in das Wachstum der bestehenden Märkte und werde vor allem in den Aufbau der Belegschaft gesteckt. “Wir könnten mit unseren fast eine Million Kunden, die wir heute haben, schon profitabel sein”, sagte der 32-Jährige. Allerdings sei alles auf “extremes Wachstum” ausgelegt, weswegen die Gewinnschwelle “erst mit zwei bis drei Millionen Kunden” erzielt werde.

Kein Stress mit Börsengang

Ruhig will es der Manager mit einem Börsengang angehen lassen: “Mit dieser Finanzierungsrunde werden wir nachhaltig profitabel und in den nächsten zwei bis drei Jahren zu einem Pre-IPO-Unternehmen. Dann benötigen wir wahrscheinlich noch eine Finanzierungsrunde bis zum Börsengang.” Aber der Mitfahrdienst Uber zeige auch, dass es Wege gibt, lange Zeit nicht an den Aktienmarkt zu gehen.

Bankgeschäfte über das Smartphone

N26 setzt auf eine Klientel, die ihre Bankgeschäfte über das Smartphone abwickeln will. Das seit Anfang 2015 aktive Berliner Unternehmen bietet seine Dienste bisher in 17 europäischen Ländern an. Noch in diesem Jahr sollen Großbritannien und die USA dazu kommen. “Der Plan ist, dass wir Ende des Jahres ein eigenes Produkt in den USA auf den Markt bringen”, sagte Stalf. Dafür seien fünf bis zehn Millionen Euro veranschlagt worden. “Einen Fuß im US-Markt zu haben, ist aufgrund der Größe, aber eben auch wegen des Zugangs zu Wagniskapital, sinnvoll.”

In drei Finanzierungsrunden hat N26 bisher insgesamt rund 175 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem bei Europas größtem Versicherungskonzern Allianz und dem chinesischen Internet-Riesen Tencent, dem deutsch-amerikanischen Investor Peter Thiel und bei Mitgliedern des Zalando-Managements.

(APA/red)

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