Wiener bald Berliner Verkehrschef?

Neuer Chef in Berlin: Wieder hat ein Wiener die größten Chancen - Nach der Stadtreinigung nun auch die Verkehrsbetriebe unter österreichischer Führung?

Ein Wiener hat zur Zeit beste Chancen, der neue Chef der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zu werden. Der 44-jährige Thomas Necker war bisher für den Vertrieb zuständig. Aus Wien stammt auch der Chef der Berliner Stadtreinigung (BSR), Gerhard Gamperl, der 2004 an die Spree gekommen war.

Vor einem halben Jahr war der BVG-Chef Andreas Graf von Arnim an den Folgen eines Unfalls gestorben. Seither leiteten zwei Vorstandsmitglieder das Unternehmen, einer davon Thomas Necker. Die Suche nach einem Nachfolger für den mit 300.000 Euro plus Zulagen gut dotierten, aber als wenig attraktiv geltenden Job war bisher schwierig.

Nun mehren sich nach Berliner Zeitungsberichten die Zeichen, dass Technikvorstand Necker der neue Vorsitzende werden könnte. Necker – zur Zeit auf Urlaub – hatte diesen Schritt vor ein paar Monaten noch ausgeschlossen.

Begonnen hat der Österreicher seine Karriere bei Simmering Graz Pauker, arbeitete dann in der ABB-Verkehrstechnik, bei der Österreichischen Bundesbahn und bei Alcatel Austria. Im Februar 2004 wechselte er nach Berlin zur BVG und ist im Vorstand für den Betrieb zuständig.

Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin, als Vorsitzender des BVG-Aufsichtsrates für die Nachfolgesuche zuständig, verlangt vom neuen Chef alle Härte bei der Sanierung der BVG.

Erst vor anderthalb Jahren übernahm der ebenfalls aus Wien stammende und mit Necker sogar gleichaltrige Gerhard Gamperl die Berliner Stadtreinigung (BSR). Der Magister (Wirtschaftsuniversität) und Diplomingenieur (Bodenkultur) war davor Geschäftsführer der Wiener Stadtwerke Beteiligungsmanagement GmbH.

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