Wiener auf den Spuren der "Steirischen Eiche"

Roland Kickinger &copy www.kickinger.com
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Der 36-jährige Wiener Roland Kickinger spielt den jungen Schwarzenegger in US-TV-Film - In den 80er Jahren von "Arnie" zum Bodybuilden inspiriert, wandelt der Wiener jetzt auf den Spuren des "Gouvernators".

„Meine kleinen Alpen“ nennt Roland Kickinger liebevoll seine Oberarme. Wenn der 36-Jährige sie anspannt, wölben sich tatsächlich gewaltige Muskelberge unter seinem T-Shirt. Der Mann ist 1,95 Meter groß, hat braune Haare und sehr blaue Augen. Farblich passend zum Pazifik in Los Angeles, wo er lebt. Und jetzt geht für den gebürtigen Wiener und Neo-US-Staatsbürger ein Traum in Erfüllung: Für das amerikanische Fernsehen hat er den jungen Arnold Schwarzenegger gespielt. „See Arnold Run“ läuft Ende Jänner im US-Sender A&E.

Prochnow spielt den „Gouvernator“

Die Rolle des „Gouvernators“ übernahm der deutsche Schauspieler Jürgen Prochnow (63). Kickinger ist Österreicher, seit kurzem mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, Bodybuilder, Schauspieler. Er ist auch Arnolds Kumpel.

„Was der Arnold für mich und für jeden Bodybuilder und jeden Immigranten gemacht hat, ist ein Irrsinn“, sagt „Rrrrrroland“, wie ihn die Amerikaner nennen. „Ich bin einer seiner größten Fans. Er hat gezeigt, was möglich ist.“ Kickinger hatte Mitte der 80er Jahre in Wien angefangen, im Fitnessstudio zu trainieren. Ein Teenager, der nicht wusste, was mal aus ihm wird. Aber da war „Conan der Barbar“, der Streifen, in dem Arnold Schwarzenegger noch viel nackte Haut zeigte und wenig sagte. „Das hat mich inspiriert“, sagt Roland. „Ich dachte „that’s it“ und war von morgens bis abends im Studio.“ Er war der letzte, der ging, weil er putzen musste – so verdiente er sich die Mitgliedschaft. Es folgten eine Ausbildung im Hotelbereich, Jobs auf Kreuzfahrtschiffen und Langeweile.

Drei Dollar für ein Muskel-Foto

1995 wagte Roland „mit einem Koffer voller Träume“ den Sprung nach Kalifornien. Nach Venice, einem Strandstädtchen bei Los Angeles, Mekka der Bodybuilder. Am weltbekannten Muscle Beach schwitzte schon Arnold. Die ersten Dollars verdiente sich Roland unter anderem mit Touristen. „Für drei Dollars gab es ein Foto mit ihnen, auf dem ich die Muskeln anspannte.“

Er gab Unterricht, traf im Laufe der Jahre die richtigen Leute und wechselte allmählich ins Hollywoodbusiness: die Schauspielerei, genau wie Arnold. Roland spielte in vielen Serien, hatte sogar einen Miniauftritt in „Lethal Weapon 4“ mit Mel Gibson. Der richtige Durchbruch fehlt aber noch. „Die Schwarzenegger-Rolle ist ein weiterer richtiger Schritt“, so Mr. Universum 1995. Als nächstes peilt Roland Actionfilme an.

Kein interesse an US-Frauen

Politik so wie Gouverneur Schwarzenegger? „Ich bin interessiert, frag mich in ein paar Jahren wieder“, grinst er und nippt an einem Pfefferminztee. Eines unterscheidet ihn dann doch von seinem Vorbild: Die Wahl der Damen. Schallendes Lachen auf die Frage, ob er wie Schwarzenegger eine Kennedy-Nichte im Visier habe. „Ich mag die österreichischen und die deutschen Frauen“, sagt er und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Sie kochen besser als die Amerikanerinnen“. Aber viel wichtiger sei natürlich: „Die Europäerinnen stehen zu ihren Männern und sind nicht so sehr auf Geld aus – stimmt doch, oder?“

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