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Wiener Alterzbischof Kardinal König ist tot

Der Wiener Alterzbischof starb 98-jährig in der Nacht auf Samstag im Schlaf - er war als Wissenschaftler, Seelsorger und Mann des Dialogs über die Grenzen Österreichs bekannt und beliebt.

Kardinal Franz König ist in der Nacht auf Samstag gegen 3.00 Uhr im 99. Lebensjahr gestorben. König war als Wissenschaftler, Seelsorger und Mann des Dialogs weit über Österreich hinaus bekannt. Präsident Klestil, Kanzler Schüssel, der Wiener Erzbischof Schönborn, ÖGB-Präsident Verzetnitsch, der Zweite NR-Präsident Fischer und FPÖ-Obmann Haupt zeigten sich zutiefst bewegt vom Ableben Königs.

Der Wiener Alterzbischof war jahrzehntelang eine der entscheidenden Schlüsselfiguren der römisch-katholischen Weltkirche. 29 Jahre lang leitete er die Erzdiözese Wien, eine der größten Diözesen der Welt. Von 1965 bis 1980 stand er dem päpstlichen Sekretariat für die Nichtglaubenden vor. Zwei Mal gehörte er zum engeren Kandidatenkreis für den Stuhl Petri.

Mann des Dialogs

König gilt auf Weltebene als einer der bedeutendsten Wegbereiter der Ökumene, vor allem des Dialoges mit den Ostkirchen. Er hat in Österreich maßgeblich zur Aussöhnung zwischen Sozialdemokratie und Kirche beigetragen, was ihm den Beinamen „der Rote Kardinal“ beitrug.

Klestil bezeichnete den Tod von König als „schweren Verlust“, nicht nur für die Katholiken, „sondern für alle Österreicher“. Der Kardinal sei „längst zu einer geistigen und moralischen Autorität unseres Landes geworden“. Österreich verliere mit König „einen ganz Großen unserer Zeit“, sagte Schüssel.

Fischer bezeichnete König als „eine Persönlichkeit, die man einfach gern haben und verehren musste. FPÖ-Obmann Haupt bezeichnete König als „Brückenbauer zwischen verschiedenen Meinungen“, der „unendlich Gutes geleistet“ habe.

Für 18.00 Uhr ist im Dom eine erste Gedächtnismesse für König angesetzt. Das Requiem für Kardinal König und die feierliche Beisetzung werden am Samstag, 27. März, um 10.00 Uhr, im Wiener Stephansdom stattfinden.

Redaktion: Elisabeth Skoda

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