Wiener AKH erntet nach Prüfung Kritik von Rechnungshof

Das Wiener AKH wird nun vom Rechnungshof kritisiert.
Das Wiener AKH wird nun vom Rechnungshof kritisiert. ©APA
Der Rechnungshof übt nun Kritik an Managementfehlern und personellen Verflechtungen im Wiener AKH. Zu teure Bauprojekte und Fehler in der technischen Betriebsführung werden negativ bewertet.
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Beispielsweise wurde die Sanierung der Tiefgarage oder die Errichtung des neuen Kinder-Operationszentrums kritisiert. Statt der geplanten 3,2 Millionen Euro kostete etwa die Tiefgarage rund 31,5 Millionen Euro. Grund dafür sind laut Rechnungshof massive Mängel in der Ablaufplanung.

Rechnungshof kritisiert Wiener AKH

Geprüft wurden die technische Betriebsführung und Bauvorhaben im Zeitraum von 2005 bis 2011. Den Berichten zufolge fielen dem Rechnungshof dabei auch “problematische” personelle Verflechtungen auf: Als Aufsichtsrat der Firma Vamed-KMB, die für die technische Betriebsführung zuständig ist, fungierte der Finanzdirektor der Stadt Wien.

FPÖ stellt Misstrauensantrag gegen Wehsely

Die Wiener FPÖ wird einen Misstrauensantrag gegen Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) stellen. Anlass ist der jüngste Rechnungshof-Rohbericht zum Wiener AKH, der unter anderem massive Kostensteigerungen bei Bauprojekten auflistet. Dazu wollen die Stadt-Blauen auch eine Sondersitzung des Gemeinderates einberufen, wie sie am Donnerstag in einer Aussendung mitteilten.

FP-Obmann Heinz-Christian Strache kritisierte die “immense Geldverschwendung”. Er forderte den Rücktritt der Gesundheitsstadträtin sowie die Einrichtung einer “Soko Krankenanstalten”. Denn mit Reformankündigungen allein werde die Geldvernichtung nicht zu stoppen sein, zeigte er sich überzeugt.

Auch ÖVP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec nahm Wehsely in die Pflicht: “Die Stadträtin muss die politische Verantwortung für die Fehlleistungen und Versäumnisse übernehmen”, forderte sie im Gespräch mit der APA.

(APA/Red)

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