Wien will sich bis 2015 als Forschungsstandort stärken

Wien will sich selbst als Forschungsstandort stärken. In Kooperation mit Wissenschaft und Wirtschaft soll deshalb bis Ende 2007 ein Strategieplan erstellt werden, der die entsprechenden Maßnahmen bis 2015 festlegt.

Damit soll unter anderem die Zahl der in Forschung und Entwicklung tätigen Wiener Unternehmen auf 800 verdoppeln werden. Dieses Ziel formulierte Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder (S) am Montag am Rande der Auftaktkonferenz „Wien denkt Zukunft“.

Neben der Verdopplung der ansässigen Unternehmen wolle man auch die Wiener Forschungsquote von zuletzt 3,13 auf vier Prozent steigern, sowie die Akademikerquote von 16,4 Prozent im Jahr 2004 auf 20 Prozent erhöhen, gab Rieder den Rahmen vor. Mit den Unternehmen solle auch die Zahl der in diesem Bereich Beschäftigten um 25 Prozent auf dann 22.000 wachsen, wobei man den Frauenanteil in der betrieblichen Forschung verdoppeln wolle.

Die konkreten Planungen für die Umsetzung dieser Vorgaben sollen im Laufe des kommenden Jahres durch zahlreiche Arbeitskreise, Tagungen und Konferenzen erarbeitet und im Strategieplan „viennovation 2015“ fixiert werden. Die vier groben Aufgabenbereich der Initiative stehen allerdings jetzt bereits fest.

So soll der Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gefördert werden. Weiters müsse die Infrastruktur für die Forschungseinrichtungen verbessert und modernisiert werden, was vor allem die entsprechenden Immobilien betreffen. Außerdem sollen hoch qualifizierte Arbeitskräfte unterstützt und die Wiener Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung international vernetzt werden.

Unter den anwesenden Proponenten der Forschungsoffensive betonte Christoph Badelt als Vorsitzender der Österreichischen Rektorenkonferenz, wie sehr die Wiener Universitäten die Initiative begrüßen würden. Deshalb entsende man auch in alle Arbeitsgruppen Mitarbeiter. Ebenso lobte die Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank, dass es mit der heutigen Konferenz bereits gelungen sei „einen gemeinsamen Ruck loszutreten“.

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