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Wien will Arbeitslosenquote bis 2024 unter 10 Prozent drücken

Peter Hanke will die Arbeitslosenquote in Wien unter 10 Prozent drücken.
Peter Hanke will die Arbeitslosenquote in Wien unter 10 Prozent drücken. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Wien sagt seiner hohen Arbeitslosenquote den Kampf an: Als einziges Bundesland sind in Wien mehr als 10 Prozent der arbeitsfähigen Menschen arbeitslos gemeldet. In den nächsten vier Jahren soll sich das ändern.

Wien hat seit längerem als einziges Bundesland eine Arbeitslosenquote im zweistelligen Bereich. Während der Wert 2019 österreichweit bei 7,4 Prozent lag, kam die Bundeshauptstadt auf 11,7 Prozent. Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) will die Quote nun "in den nächsten vier Jahren" auf unter 10 Prozent drücken, wie er vor Journalisten sagte. Heuer setzt das Rathaus einen neuen Fachkräfte-Schwerpunkt.

"Wir haben zweieinhalb Jahre Hochkonjunktur hinter uns", umriss Hanke die positive Ausgangslage. Für das laufende Jahr sei ein Wachstum von 1,3 Prozent prognostiziert. Er sei zuversichtlich, dass der Aufwärtstrend im selben Ausmaß auch im kommenden Jahr gehalten werden könne. Um die Arbeitslosenquote in den einstelligen Bereich zu bekommen, sei allerdings "noch einiges zu tun". Und sollte das Wachstum in absehbarer Zeit doch auf unter 1 Prozent zurückgehen, werde man das Ziel nicht erreichen können, räumte der Stadtrat ein.

Mehr Jobs in Wien

Was die jüngere Vergangenheit anbelangt, hatte der Ressortchef jedenfalls gute Nachrichten. Wien meldete im Vorjahr mit 864.117 Jobs um 15.587 mehr als 2018 und somit einen neuen Beschäftigungsrekord. Die Arbeitslosigkeit ging um 4,7 Prozent oder knapp 7.000 Betroffene zurück.

Zu Beginn seiner Amtszeit als Finanzstadtrat hatte Hanke außerdem angekündigt, bis Ende 2020 50.000 neue Jobs schaffen zu wollen. Mit 35.177 zusätzlichen Arbeitsplätzen seit 2018 sei dieses Vorhaben bereits zu rund 70 Prozent erfüllt.

Um den Rest bis Jahresende zu schaffen, steckt die Stadtregierung heuer 77,4 Mio. Euro in Arbeitsmarkt-Förderungen - etwas mehr als im Jahr davor (knapp 76 Mio.). Diese werden über den "Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds" (Waff) abgewickelt.

Fachkräfte für Gesundheit, Pflege, Handel, Hotellerie und IT

Neben den üblichen Beratungen und der finanziellen Unterstützung für Weiterbildungsmaßnahmen setze man 2020 einen speziellen Schwerpunkt auf die Fachkräfte-Ausbildung mit besonders starker Nachfrage, sagte Waff-Geschäftsführer Fritz Meißl. 1.100 Plätze sind im Bereich Gesundheit und Soziales - von der Heimhilfe über Pflegefachassistentinnen und -assistenten bis zu Rettungssanitäterinnen und -sanitäter - vorgesehen. Weitere 400 Qualifizierungsplätze werden in den Sektoren Handel, Hotellerie, IT und Handwerk finanziert.

Damit unterstütze man Menschen, die sich beruflich verändern wollen, und zugleich Unternehmen in Wachstumsbranchen, die verzweifelt nach geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchten, erklärte Meißl. Angesprochen werden sollen besonders jene Wienerinnen und Wiener, die bisher keinen Abschluss haben. Denn für diese Gruppe trüben sich die schon jetzt keineswegs rosigen Aussichten am Arbeitsmarkt auch künftig weiter ein.

Fixer Arbeitsplatz in Aussicht

Der Waff trifft im Zuge der Förderschiene "Jobs PLUS Ausbildung" für die Betriebe eine Vorauswahl der Bewerberinnen und Bewerber und fördert die Ausbildungskosten. Wer das Programm erfolgreich durchläuft, bekommt fix einen Arbeitsplatz. 2 Mio. Euro werden für die insgesamt 1.500 Fachkräfte-Ausbildungsplätze in die Hand genommen.

(APA/red)

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