Wien-Wahl: Das Internet als Kampfschauplatz der Parteien

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Die Wähler sind nur einen Mausklick entfernt: Grund genug für die Wiener Parteien, während des Wahlkampfs auch im Internet für einen guten Auftritt zu sorgen.
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Neben offiziellen Parteiwebsites werden auch zahlreiche Web-2.0-Netzwerke wie facebook, Blogs und YouTube genützt, um über Spitzenkandidaten und Wahlprogramme zu informieren. Die Gruppen wollen mit ihren Onlineauftritten nicht nur die Jugend, sondern vielmehr Wiener aller Altersschichten ansprechen.

In Rot-Weiß präsentiert die Wiener SPÖ (http://2010.wien.spoe.at) ihre offizielle Website zum Urnengang. Darauf gibt es neben klassischer Wahlwerbung zahlreiche Videoclips zum Anschauen, so von Bürgermeister Michael Häupl, der über “echte Wiener” spricht. Neben Videos gibt es auch Musik zum Herunterladen, unter anderem die SP-Hymne “Heartbeat of Vienna“. Auf facebook ist Häupl nicht vertreten – dafür “jede Menge andere Politiker”, wie die SPÖ versichert.

“Pipifein statt Pipifax”

Anhänger der Sozialdemokraten, die nicht nur klicken, sondern auch aktiv werden wollen, können dem “Team für Wien” (http://www.mission2010.at) beitreten. Dort werden Aktionen zum Mitmachen ausgeschrieben. Das Spektrum der Aktivitäten reicht dabei von “Infomaterial im Stiegenhaus ‘liegen lassen'” bis hin zu “Plakate designen”. Die SPÖ ist auch für Onlineaktionismus zu haben: Sie hat als satirische Antwort auf eine Interviewaussage von ÖVP-Spitzenkandidatin Christine Marek die Homepage “Pipifein statt Pipifax” (http://www.pipifaxressort.at) ins Leben gerufen. Marek hatte betont, bei einer Regierungsbeteiligung kein “Pipifaxressort” wie Kultur haben zu wollen.

Die ÖVP hat eigens für den Wahlkampf ihre Homepage (http://oevp-wien.at/) umgestaltet: In der oberen Hälfte der Seite finden sich nun Informationen zur Kampagne, die untere Hälfte bietet einen laut Volkspartei “komprimierten” Überblick über ihre Web-2.0-Aktivitäten von YouTube bis Flickr. Spitzenkandidatin Christine Marek ist – im Gegensatz zu ihrem roten Konkurrenten – auch auf facebook aktiv. Ihr dient die Plattform, um Wahlkampfthemen zu diskutieren. Zwecks PR “zwitschert” die Partei auch fleißig: Auf Twitter werden Pressemeldungen verlinkt.

Der Online-Auftritt der Wiener Grünen (http://wien.gruene.at) steht ganz unter dem Motto “ich mach grün”. Auf der in ebendieser Farbe gehaltenen Website präsentiert die Partei Bezirksmeldungen, Videos sowie Fotos von Parteiveranstaltungen. Zusätzlich hat neben Spitzenkandidatin Maria Vassilakou auch jeder Gemeinderatsabgeordnete einen persönlichen Bereich, wo er Kommentare publiziert und Links zu den jeweiligen facebook-Profilen, Blogs oder Twitter-Accounts zu finden sind. Interessierte können sich überdies eine individuelle Grünen-Website zusammenstellen und Ideen für Aktionen per E-Mail an die Partei schicken.

Bei der FPÖ wird zwischen Inhalt und Kandidat getrennt: Auf der Parteihomepage (http://www.fpoe-wien.at) gibt es Informationen zur freiheitlichen Wahlkampagne, eine weitere Seite (http://www.hcstrache.at) widmet sich ganz dem Spitzenkandidaten Heinz-Christian “HC” Strache. Neben Biografischem gibt es auch den Song “HC goes ‘Wiener Blut'” zum Anhören. Noch persönlicher wird es in Straches Wahlkampf-Blog (http://blog.hcstrache.at/), der Einblicke “behind the scenes” verspricht. Laut FPÖ sind die Einträge vom Parteichef selbst verfasst. Zudem veröffentlichte die Partei auf YouTube bisher mehrere Clips von Strache im privaten Wordrap, wo er über Themen wie “Familie” oder “Zufriedenheit” sinniert. Auf facebook hat der Spitzenkandidat bereits rund 60.000 Fans.

Das BZÖ Wien setzt im Wahlkampf vor allem auf Web 2.0: Die Partei betreibt einen Blog (http://bzoewien.wordpress.com), auf dem sie Aussendungen zu politischen Themen publiziert. Zusätzlich sind auf dieser Seite auch die “Zukunftsprogramme” des Bündnisses für sämtliche Wiener Bezirke nachzulesen. Seit Juli 2010 ist auch Spitzenkandidat Walter Sonnleitner mit einem eigenen Profil auf facebook vertreten. Dort verrät er so manch Persönliches und stellte sogar Privatfotos online.

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