AA

Wien und Klagenfurt rüsten für Ansturm von über 100.000 Fans

Die österreichischen Austragungsstätte des sechsten EM-Spieltags, Wien und Klagenfurt, sind auf einen Ansturm von über 100.000 Fans gerüstet.

In der Bundeshauptstadt werden zum Entscheidungsmatch zwischen Österreich und Polen etwa 30.000 Fans der Rot-Weißen erwartet. Bei Schönwetter kann man auch mit über 45.000 Rot-Weiß-Roten rechnen. Zur Partie Kroatien gegen Deutschland erwartet man in Klagenfurt rund 28.000 Fußballfreunde aus dem Süden und weitere 10.000 aus dem Norden.

In der Wiener Innenstadt ist die sichtbare Polizeipräsenz in der Fanzone verstärkt worden, berichtete Christian Stella von der Wiener Polizei. “Jubel und Auseinandersetzungen sind von der Ferne oft schwer zu unterscheiden”, begründete er die Maßnahme. Bei den ausgiebigen Feiern türkischer Fans Mittwochabend habe es aber bis auf kleinere Reibereien keine Festnahmen und auch keine Verletzten gegeben.

Der Mittwoch sei “weitgehend ruhig” verlaufen. In Wien haben sich insgesamt etwa 30.000 Gäste aufgehalten, rund 4.000 türkische Fans haben ihre Mannschaft bejubelt. Nach Matchende zogen die Türken feiernd Richtung Ottakringer Straße, die aus Sicherheitsgründen bis circa 00.30 Uhr gesperrt werden musste. Selbst die Straßenbahnlinie 44 musste weichen, sie wurde “aus Rücksicht auf die Feiernden” über die Strecke der Linie 43 geführt.

Die bisherige Strategie der Polizei sei insgesamt aufgegangen, deshalb werde sie auch am heutigen dritten Spieltag in Österreich “unverändert klar umgesetzt”, sagte Konrad Kogler, EURO-Sprecher des Innenministeriums. Er gab aber auch zu, dass die heutigen Spiele für die Polizei “anspruchsvolle und herausfordernde Einsätze” würden. In der Bundeshauptstadt werden wieder zusätzlich 1.800 Beamte im Einsatz sein.

Am Vormittag haben sich in der Wiener City bereits einige Kleingruppen von polnischen Fans eingefunden, die es (vorerst) noch ruhig angehen wollten. “Wir wollen uns gemütlich Wien ansehen und erst am Nachmittag mit dem Trinken und Feiern anfangen”, sagten zwei junge Polen beim Frühstück in einem Straßencafe in der Kärntner Straße zur APA.

In Klagenfurt werden 28.000 Fans aus Kroatien und 10.000 aus Deutschland erwartet. Die am Sonntag beim Spiel gegen Polen festgenommenen deutschen Hooligans sind laut Polizei zum Teil abgereist, zum Teil noch im Land. Mehrere Personen sind außerdem bei den Grenzkontrollen bereits zurückgeschickt worden. “Klagenfurt ist ja nicht so groß, die Leute, die hier wohnen, kennen wir. Die Leute, die nicht hier wohnen, beobachten wir”, sagte Landespolizeikommandant Wolfgang Rauchegger.

Schlechte Nachrichten gibt es aus der Wetterfront: Über Österreich liegt eine Störungszone, die das Wetter unbeständig und kühler mache, hieß es von der ZAMG.

Leichte Entspannung gab es hingegen im Konflikt mit den unzufriedenen Wirten in der Wiener Fanzone. Die Stadt Wien will sich künftig bemühen, der vor allem an Vormittagen eher geringen Auslastung entgegenzuwirken. Geplant sind unter anderem die Ausrichtung eines Frühschoppens an den Wochenenden sowie eine Verstärkung des musikalischen Rahmenprogramms, das teilweise schon um 12.00 Uhr statt – wie bisher geplant – um 15.00 starten soll. Grundsätzlich sei die Fanzone jedoch von Anfang an gut angenommen worden, sagte EURO-Komiteesprecherin Anja Richter.

  • VIENNA.AT
  • Fussball-EM
  • Wien und Klagenfurt rüsten für Ansturm von über 100.000 Fans
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen