Wien-Tourismus mit neuem Konzept

Der Wien-Tourismus wird im kommenden Jahr ein Marketing-Budget von insgesamt 11,5 Mio. Euro zur Verfügung haben. Damit will der Wiener Tourismus-Direktor Karl Seitlinger den „Aufwärtstrend im Tourismus weiterhin sichern“.

Gemeinsam mit Vizebürgermeister Sepp Rieder (S) unterstrich Seitlinger das anspruchsvolle Ziel, bis 2010 zehn Mio. Nächtigungen in Wien zu erreichen.

Wien bei Europa-Top Ten auf Platz Sieben

„In der Liste der Top-Ten der europäischen Tourismusstädte liegt Wien mit der Region Greater Vienna bereits auf dem siebenten Platz“, so Rieder. In den beiden vergangenen Jahren 2002 und 2003 sei es gelungen, die Anzahl der Gästenächtigungen insgesamt um 700.000 zu erhöhen. Noch im heurigen Jahr rechne Rieder mit einem „neuerlichen Rekordergebnis“ von rund 8,4 Mio. Nächtigungen. Nach diesem „extrem starken Wachstum“ der vergangenen beiden Jahre sei es für 2005 nun das Ziel, dieses Niveau zu festigen und um „etwa ein bis zwei Prozent weiter zu steigern“.

„Im Mozartjahr 2006 rechnen wir dann mit einer weiteren Steigerung von drei bis vier Prozent“, so Rieder. Dazu wollen die Touristiker das Potenzial in den traditionellen Märkten wie Deutschland, Großbritannien sowie Italien oder den USA weiter ausbauen. „Von dem 11,5 Mio. Euro schweren Marketingbudget im Jahr 2005 werden rund 8,3 Mio. Euro zur Bearbeitung der klassischen Märkte eingesetzt“, erklärte Seitlinger.

Gute Erreichbarkeit auf dem Luftweg Voraussetzung

Der Erfolg Wiens im Städtetourismus sei eng verknüpft mit der Erreichbarkeit der Stadt auf dem Luftweg. Eine entscheidende Rolle komme dabei Billig-Fliegern zu. Deren Anteil soll bis zum Jahr 2010 auf 20 bis 25 Prozent steigen. Der Gesamtanteil der „Low Cost Carrier“ am Passagieraufkommen des Wiener Flughafens betrage derzeit bereits zwölf Prozent. Das anvisierte Ziel von zehn Mio. Nächtigungen bis 2010 hängt vom Erfolg des Billig-Flugangebots ab, sagte Seitlinger.

Das Motto für 2005 heißt „Kunst und Genuss“. So wird 2005 in Vorbereitung auf das Mozartjahr 2006 Wiens internationale Reputation als Musik-Hauptstadt ins Spiel gebracht. Dazu gehören etwa der Musical-Klassiker „Elisabeth“ oder die Neuproduktion „Romeo und Julia“. Weitere kulturelle Highlights sollen zahlreiche Ausstellungen wie zum Beispiel Rubens oder Goya werden. Das kaiserliche Wien soll als „imperialer Genuss“ den Gästen einen Besuch in der Bundeshauptstadt schmackhaft machen; und für Nicht-Kultur-Interessierte gibt es im Mai 2005 ja auch noch die Eishockey-Weltmeisterschaft.

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