Wien stellt bis 2009 auf elektronische Rechnungen um

Die Stadt Wien will Rechnungen in Zukunft elektronisch abwickeln. Nach der Bestandsverwaltung und dem Controlling werde die Stadt bis 2009 auch die Rechnungslegung auf SAP umstellen, teilte der größte europäische Softwarekonzern am Montag mit.

Dies bedeutet den schrittweisen Abschied von herkömmlichen Papierrechnungen, von denen jährlich rund 1,6 Mio. die zuständigen Magistratsabteilungen erreichen.
Künftig wird es für die Rechnungslegung an die Stadt eine Internet-Seite geben. „Prozesse, die historisch zwei Mitarbeiter einen ganzen Tag lang in Anspruch genommen haben, werden künftig auf einer Interneseite zusammengefasst“, erklärte SAP-Fachmann Bernd Wünschek von der Stadt Wien in der Pressemitteilung. Der Scanvorgang für die Archivierung und die manuelle Eingabe der Rechnungsdaten würden wegfallen, Lieferanten ihr Geld dadurch früher bekommen.

Die Stadt Wien erspare sich durch die Lösung rund zwei Mio. Euro pro Jahr, erklärte SAP-Konzernchef Henning Kagermann bei einer internationalen Pressekonferenz am Wiener Messegelände. Die Investitionen würden sich dadurch selbst finanzieren, meinte er.

Ingesamt lobte er Österreich als „europäischen Champion in E-Government“ und „einen der ersten Staaten, die in elektronische Verwaltung investiert haben“. Besonders habe er dabei den IT-Beauftragten der Bundesregierung, Reinhard Posch, hervor. Mit ihm verfüge Österreich als eines der wenigen Länder weltweit über einen eigenen „Chief Information Officer“.

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