Wien richtet 2.200 neue Kinderbetreuungsplätze ein

13 Millionen Euro sollen für diese Maßnahme aufgebracht werden. Zusätzlich sollen einkommensschwache Eltern und Alleinerzieher Zuschüsse erhalten.

Wien baut sein Kinderbetreuungsangebot aus: Noch im heurigen Jahr sollen 2.200 neue Krippen- und Kindergartenplätze geschaffen werden, teilte Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (S) in einer Aussendung am Mittwoch mit. Für die Maßnahme werden 13 Mio. Euro investiert. Außerdem gibt es neben dem Gratiskindergarten, der für alle Wiener gilt, eine zusätzliche Unterstützung für einkommensschwache Familien. Ihnen wird ab Herbst der Essensbeitrag ersetzt.

Ausgebaut werden sollen sowohl städtische als auch private Einrichtungen von Betreibern wie “Kinder in Wien”, “Kinderfreunde” oder dem evangelischen Hilfswerk, aber auch kleinere Kindergärten. Dabei werde besonders auf den regionalen Bedarf geachtet, verwies der Stadtrat etwa auf knapp 500 neue Plätze in Floridsdorf und Donaustadt beziehungsweise mehr als 200 zusätzliche Plätze in Favoriten und Hernals.

Ein gänzlich neuer Kindergarten wird dagegen in der Schlachthausgasse entstehen. Dafür macht die Stadt rund zwei Mio. Euro locker. “Mit diesem Ausbauprogramm reagiert die Stadt auf die steigende Nachfrage an Kinderbetreuungsplätzen”, so Oxonitsch. Ein möglicher Engpass bei Pädagogen sei dadurch nicht zu befürchten, versicherte eine Sprecherin auf APA-Anfrage: “Wir können auf jeden Fall alle gesetzlichen Auflagen bezüglich Betreuungsschlüssel erfüllen.” Zudem habe die Stadt mit neuen Ausbildungsinitiativen bereits im Vorjahr Maßnahmen zur Personalerweiterung gesetzt, wodurch die ersten ausgebildeten “pädagogischen Assistenten” schon im Herbst ihre Tätigkeit aufnehmen könnten.

Außerdem wurde eine zusätzliche Förderung beschlossen: So wird einkommensschwachen Eltern und Alleinerzieher ab Herbst der Essensbeitrag in der Höhe von maximal 57,41 Euro – dies entspricht dem Betrag in städtischen Einrichtungen – ersetzt. Dadurch bekommen die Kinder sowohl Mittagessen als auch Gabelfrühstück und Jause kostenlos. Ab Juni kann dafür ein Förderantrag bei der Magistratsabteilung 11 gestellt werden. Ausbezahlt wird der Beitrag dann direkt an die Betreiber – egal ob öffentlich oder privat.

Um die Unterstützung in Anspruch nehmen zu können, darf das Familiennettoeinkommen nicht mehr als 1.100 Euro betragen – der Bezug der Familienbeihilfe wird aber nicht hinzugerechnet. Die Förderung wird allen Kindern im Altern von null bis sechs Jahren mit Hauptwohnsitz in Wien gewährt, die gemeinsam mit den Eltern in einem Haushalt leben und eine Krippe, einen Kindergarten oder eine Kindergruppe besuchen beziehungsweise von einer Tagesmutter respektive einem Tagesvater betreut werden. Die entsprechenden Formulare werden in allen Kinderbetreuungseinrichtungen aufliegen. Die Befreiung des Essensbeitrages gilt längstens für ein Jahr.

 

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