Wien-Mitte: Verhandlungen um Projektumsetzung

Wien-Mitte: Die Verhandlungen um die Projekt-Umsetzung laufen noch immer- kommende Woche findet UNESCO-Welterbekonferenz in Wien statt.

Kommende Woche findet in Wien eine Welterbekonferenz der UNESCO statt. Das Thema Wien-Mitte wird offiziell zwar kein Schwerpunkt sein – aus der Debatte um das Verhältnis zwischen moderner und historischer Architektur ist das Projekt aber nicht mehr wegzudenken. Inzwischen ist die Höhe der geplanten Türme deutlich reduziert worden. Wann der Startschuss für die Bauarbeiten fällt, ist jedoch noch offen.


In den Verhandlungen zwischen dem Bauträger B.A.I. und den ÖBB gibt es noch immer kein Ergebnis über den Kaufpreis für das Grundstück. „Die Gespräche sind weiter im Laufen, es gibt noch mehrere Verhandlungsrunden“, sagte B.A.I.-Chef Thomas Jakoubek auf APA-Anfrage. Wann es zu einem Abschluss kommen könnte, wollte er nicht beurteilen. Noch im März hatte er sich optimistischer gezeigt und ein Ergebnis „sicher bis Ende April“ in Aussicht gestellt.


Klar sei, dass man den ÖBB das Grundstück, auf dem sich auch der Bahnhof Wien-Mitte befindet, abkaufen wolle. Seine Stimmungslage dazu? „Wir sind immer zuversichtlich, sonst würden wir uns das Ganze nicht antun.“ Nicht kommentieren wollte er den von der Bahn angedrohten Alleingang. ÖBB-Chef Martin Huber hatte Ende März eine Lösung bis 30. Juni verlangt, anderenfalls würde die Bahn ihr eigenes Projekt durchziehen.


Die derzeitigen Pläne für Wien-Mitte sehen ein 70-Meter-Hochhaus vor, das von einer 35 Meter hohen Bebauung flankiert wird. Die Neugestaltung des Bahnhof-Areals ist ebenso geplant wie die Errichtung eines Einkaufszentrums.


Das ursprüngliche Projekt hatte drei bis zu 97 Meter hohen Türme vorgesehen. Nach zum Teil heftiger Kritik der UNESCO bzw. des Fachbeirates ICOMOS waren die Pläne geändert worden.


Bei der UNESCO-Welterbekonferenz vom 12. bis 14. Mai wird aber dennoch ein Turm-Projekt im Mittelpunkt stehen – nämlich jene Hochhäuser, die unweit des Kölner Doms geplant sind. Vorgesehen ist die Verabschiedung eines „Wiener Memorandums“, das sich der Koexistenz von Alt und Neu widmen soll, wie Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) angekündigt hat.

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