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Wien: Mehr als 70 Corona-Verdachtsfälle negativ getestet

Die Tests auf Coronaviren schlugen bisher in Wien nicht an.
Die Tests auf Coronaviren schlugen bisher in Wien nicht an. ©APA/HANS PUNZ
Bis Mittwochfrüh wurden in Wien mehr als 70 Coronavirus-Verdachtsfälle getestet und Entwarnung gegeben. Mindestens 15 Personen befinden sich derzeit im Kaiser-Franz-Josef-Spital zur Abklärung.
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Am Mittwochvormittag hat in Wien ein Coronavirus-Verdachtsfall in einem Gymnasium in der Josefstadt für Aufregung gesorgt. Fakt ist bis dato: In der Bundeshauptstadt gibt es bis dato keinen bestätigten Fall. Bisher (Stand: 9.00 Uhr) seien 72 Verdachtsfälle mit negativem Ergebnis getestet worden, sagte ein Sprecher des Krankenanstaltenverbundes (KAV) der APA. Bei 15 Personen laufe die Abklärung.

Zwei Stationen im SMZ Süd für Verdachtsfälle reserviert

Erste Anlaufstelle ist dabei das Kaiser-Franz-Josef-Spital (SMZ Süd). Die dortige 4. Medizinische Abteilung ist auf die Diagnose und Behandlung derartiger Virenerkrankungen spezialisiert. Laut dem KAV-Sprecher sind derzeit zwei Stationen ausschließlich für Personen, die sich infiziert haben könnten, reserviert. Um die Mittagszeit befanden sich dort 15 Personen zur Abklärung, hieß es. In die KAV-Statistik ist der Coronavirus-Verdacht samt der notwendigen Testungen von Lehrern und Kindern an der Schule in der Josefstadt noch nicht eingeflossen. Die Vorkommnisse wurden erst später am Vormittag bekannt. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Verdachtsfall am Gymnasium negativ getestet wurde.

Bei einem Verdachtsfall handelt es sich um eine Person, die die entsprechenden Krankheitssymptome aufweist und in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit einem bestätigten oder vermutlichen Coronavirus-Erkrankten hatte oder sich in China oder in einer der betroffenen italienischen Regionen aufgehalten hatte. Auch der Aufenthalt in einer Gesundheitseinrichtung, in der Patienten mit einer Coronavirus-Infektion behandelt werden bzw. wurden, gelten hierbei als weiteres Kriterium.

Keine Menschen in Wien in Heimquarantäne

In Heimquarantäne müsse derzeit niemand leben, informierte ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) weiters. In dieser hätten sich bisher elf österreichische Heimkehrer aus dem chinesischen Coronavirus-Epidemiegebiet Wuhan aufhalten müssen. Mittlerweile haben sie die entsprechenden Unterkünfte aber verlassen.

Sollte es in Wien zu bestätigten Coronavirus-Fällen und einer Ausbreitung kommen, so gibt es einen Stufenplan, nach welchem vorgangen wird, führte der KAV-Sprecher aus. Zuerst würde die Patienten-Versorgung an der 4. Medizinischen Abteilung übernommen werden. In Summe gibt in den KAV-Häusern in Wien eine Kapazität von rund 500 Betten für die Betroffenen.

Abklärung funktioniert bisher ohne Probleme

Einmal mehr wurde seitens des KAV betont, dass in der Bundeshauptstadt schon vor Wochen die Vorbereitungen für den Ernstfall angelaufen sind. Ende Jänner wurde der erste Verdachtsfall in der 4. Medizinischen Abteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals aufgenommen und abgeklärt, erinnerte der KAV-Sprecher. Unmittelbar danach wurde in der KAV-Generaldirektion ein Einsatzboard installiert, das täglich zusammentritt und sich mit allen behördlichen Einsatzstäben koordiniert.

Die Prozesse der Verdachtsabklärung inklusive des Transfers in das Kaiser-Franz-Josef-Spital via Berufsrettung funktioniere reibungslos, wurde heute auch betont. Im Rahmen der Vorbereitungen wurde beispielsweise an der beschleunigten Testung gearbeitet. "Vom ersten Verdachtsfall, wo wir über 24 Stunden auf das Testergebnis warten mussten, sind wir mittlerweile bei wenigen Stunden angelangt", berichtete der KAV-Sprecher. Weiters wurde Sorge getragen, dass die nötige Schutzausrüstung für das Personal in den Spitälern vorhanden ist. Auch an den organisatorischen Prozessen wurde gefeilt - beispielsweise an der Verschiebung von bestimmten Eingriffen oder der Verlagerung von Patienten wie auch an der Information und Vorbereitung der Mitarbeiter.

(APA/red)

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