Wien: Mautstrafen um 250 Euro höher als im Rest Österreichs

Wer in Österreich auf einer Mautstraße ohne gültige Vignette unterwegs ist, muss tief in die Tasche greifen. 120 Euro Ersatzmaut ist an die Asfinag zu zahlen, kann man das nicht, drohen hohe Strafen, die in Wien noch höher ausfallen.
Kann man nicht an Ort und Stelle die Ersatzmaut in Höhe von 120 Euro nicht zahlen bzw. missachtet man eine schriftliche Zahlungsaufforderung, droht eine Geldstrafe im Ausmaß von 300 bis 3.000 Euro. “Und hier kann man fast von Glück sprechen, wenn man nicht in Wien angezeigt wurde”, sagt ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.

In Wien ist die Mautstrafe um 250 Euro höhrer

Denn während sich die Behörden in acht Bundesländern mit der Mindeststrafe von “nur” 300 Euro begnügen, sind in Wien 550 Euro Strafe zu zahlen. Das geht aus einigen Wiener Strafverfügungen hervor, die entrüstete Clubmitglieder den Juristen der ÖAMTC-Rechtsberatung vorgelegt haben.

Einheitlicher Strafenkatalog für Mautstrafen in Österreich gefordert

In Österreich gibt es nach wie vor eine vollkommen unterschiedliche Strafpraxis in den Ländern. Das führt dazu, dass es bei ein und derselben Verwaltungsübertretung länder- und sogar bezirksspezifische Unterschiede von oft über 100 Prozent bei den Strafhöhen gibt. “Österreich braucht dringend einen bundesweiten, verbindlichen Strafenkatalog“, fordert die ÖAMTC-Juristin. “Strafen wirken präventiv. Aber nur klar kommunizierbare Strafdrohungen haben auch Auswirkungen auf die Disziplin der Autofahrer.”
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