Wien hilft beim Wiederaufbau

Wien wird sich am Wiederaufbau der durch die Flutwelle zerstörten Regionen in Asien beteiligen - Schule im Süden Sri Lankas soll wieder aufgebaut werden - weitere Projekte werden folgen. Flut-Special

Das konkreteste Projekt sei der Wiederaufbau einer Schule im Süden Sri Lankas, kündigte am Montag Bürgermeister Michael Häupl (S) anlässlich des Besuches der Sternsinger in seinem Büro an. Zu den Trägen der Schule habe man bereits in der Vergangenheit Kontakt gehabt, was die Arbeit nun erleichtere. Weitere Vorhaben, wie SOS-Kinderdörfer oder die Hilfe für Fischer, werde man in der Zukunft konkretisieren.

“Fiktives Konto”


Von den zehn Mio. Euro, die die Länder zur österreichischen Gesamthilfe von 50 Mio. Euro beisteuern, trage Wien zwischen 18 und 20 Prozent (also zwischen 1,8 und zwei Mio. Euro, Anm.), so Häupl. Die Kosten für die geplanten Projekte würden von diesem „fiktiven Konto“, das auf drei Jahre angelegt sei, abgezogen. Die Mittel würden dabei nicht ausschließlich aus dem Budget kommen. „Ich werde bei den Wirtschaftsbetrieben der Stadt schnorren gehen“, kündigte der Bürgermeister an.


Wo und wann genau die angekündigte Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet werde, lasse sich noch nicht sagen. Erst mit Montag habe sich der Fokus vom Rücktransport der Österreicher aus den betroffenen Gebieten auf die Versorgung vor Ort verlagert. Hierfür seien nun die Länder und Gemeinden zuständig. Deshalb benötige man noch etwas Zeit zur Detailplanung.


Auch könne man noch nichts über die genaue Zahl der Betroffenen in Wien bzw. in den Reihen der Bediensteten der Gemeinde sagen. Man hoffe allerdings, im Laufe des Tages zu ersten Zahlen zu kommen, so Häupl. Für die schnelle Soforthilfe und die Unterstützung, um das „alltägliche Leben lösen zu helfen“, sei der Fonds Soziales Wien zuständig, betonte Häupl.

Kein Kommentar zum Gusenbauer-Vorstoß


Zur Frage, ob der Wiener Opernball aus Pietätsgründen abgesagt werden solle, wie SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer gefordert hatte, wollte sich Häupl nicht äußern. Klar ist allerdings: Der Bürgermeister wird den Ball besuchen.


Die Sternsinger, sammelten heuer ebenfalls für die Flutopfer in Asien, aber auch für Straßenkinder in Brasilien. Nach dem Vortrag der Kinder unterschrieb Häupl auf dem mitgebrachten „Prominentenstern“.

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