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Wien hat einen Ober-Narren

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Lothar Reitinger ist Chef der Faschings-Landesgilde Wien- Burgenland - "Sogar am Opernball sieht man unsere Orden" - Ehrensenatoren sind u.a. Michael Häupl und Herbert Prohaska.

In der Zeit des Faschings haben Narren und Gilden Hochsaison. Wien wäre nicht Wien wenn die Narren nicht einen Präsidenten – einen Obernarren- hätten. Der Chef der Landesgilde Wien- Burgenland ist Lothar Reitinger. Was für Vorraussetzungen muss man aber mitbringen um in einer Faschingsgilde “Karriere” zu machen?

Ein Faschingsbigamist

“Faschingstalente” werden laut Präsidenten Reitinger immer gebraucht. Wer sich gerne bei Bühnenauftritten oder beim Schreiben origineller Texte verwirklichen möchte, sei in einer Wiener Gilde richtig. Aber auch handwerklich ambitionierte Spaßvögel werden gesucht. Der pensionierte Volksschullehrer Reitinger “diente sich in die Höhe”. Seit 25 Jahren ist er jetzt schon Mitglied der Döblinger Gilde. Er hatte “Glück”. Er wurde sehr schnell zum “Marktgraf von Döbling” befördert. Reitinger lacht: “Aber bis zum Bachus am Weinfass´l beim Umzug hob i sieben Jahre braucht!”. Ein Graf bekommt natürlich auch eine passende Gräfin an die Seite gestellt. Der Präsident bezeichnet sich daher selbst als “Faschingsbigamist”. Er sei zwar glücklich verheiratet, aber vom 11.11. bis Aschermittwoch kommende Woche habe er “eine legale Zweitfrau.”

“Sogar am Opernball sieht man unsere Orden”

An Arbeit mangelt es dem Wiener Obernarren nicht. Die Planung und Organisation der Umzüge findet bis drei Jahre im Vornherein statt. Auch um die Spenden muss sich Reitinger selbst kümmern. So wird das Vereinsleben und der jährlich Wiener Großumzug finanziert. Übrig gebliebene Gelder werden für wohltätige Zwecke gespendet. Die Aufgabe des Präsidenten nimmt ihn das ganze Jahr in Anspruch. Für diesen Einsatz ist Belohnung selbstverständlich. Daher gibt es für besondere Leistungen – ganz wienerisch- eigene Orden. So gibt es Landesverdienstorden, Bundesverdienstorden, Anerkennungsorden und auch Orden der Närrisch-Europäischen Gemeinschaft. Diese “glänzenden Auszeichnungen” sind “offiziell und nummeriert”. So zählt Reitinger über 200 verliehene Orden. Solch edlen Auszeichnungen wurden auch schon Wiener Prominenz zuteil. Auch am Opernball ziert der eine oder andere “Gildenorden” die stolz geschwelte Brust mancher Frackträger. “Oft erkundigen sich ausländische Ballgäste über unsere prunkvollen Orden”, bemerkt der Präsident verschmitzt.

Prominente Ehrensenatoren der Wiener Landesgilde sind unter anderem Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Herbert Prohaska, Fritz Muliar, Jazz-Gitti, Franz Antel oder auch Nationalratsabgeordnete Maria Rauch-Kallat.

-> Wiener Faschingsumzug heuer in Floridsdorf

Redaktion: Bernhard Degen

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