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Wien: "Green4rent" bringt Leih-E-Bikes für jedermann

Die Firma Green4rent verleiht E-Bikes an Hotels.
Die Firma Green4rent verleiht E-Bikes an Hotels. ©Green4rent
Der E-Mobility-Dienstleister Greenstorm hat sich mit einem innovativen Tauschkonzept für die Hotellerie einen Namen gemacht. Green4rent ermöglicht es nun, via App neuwertige E-Bikes stunden- oder tageweise auszuleihen.

Sämtliche Bikes sind bei Partnerbetrieben von Green4rent stationiert – darunter Sporthändler, Fitnesscenter oder Campingplätze. Derzeit bietet Green4rent etwa 600 Leihräder an rund 100 Verleihstandorten in Österreich und Deutschland an. Bis Saisonende sollen es insgesamt 300 Partner sein und die Zahl der E-Bikes auf 1.200 anwachsen. Der E-Bike-Boom in Österreich ist ungebrochen. Laut aktuellen Zahlen des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gibt es hierzulande bereits über 600.000 E-Bikes, alleine im Vorjahr wurden fast 150.000 elektrifizierte Fahrräder gekauft. Bedenkt man, dass sieben von zehn Autofahrten kürzer als 15 Kilometer sind, zeigt sich, welches Potenzial die Bikes auf dem Weg zu sauberer Mobilität haben.

Dieses Potenzial hat das Tiroler Unternehmen Greenstorm schon vor längerer Zeit erkannt und unter dem Motto „E-Bikes gegen leere Zimmer“ ein florierendes Tauschgeschäft mit der Hotellerie aufgebaut. Mit Beginn der Sommersaison erweiterte das Unternehmen sein Angebot im DACH-Raum um die GREEN4RENT-App. Binnen zwei Monaten wurden 100 Verleihstationen auf die Beine gestellt. „Mobilität wird grundsätzlich immer flexibler. Mit Green4rent möchten wir es sowohl Touristen als auch Einwohnern ermöglichen, spontan ein neuwertiges E-Bike in ihrer Nähe nutzen zu können“, erklärt Richard Hirschhuber, geschäftsführender Gesellschafter der Green4rent-Mutter Greenstorm. Das Angebot umfasst sowohl Mountain- und Trekking- als auch City-Bikes und ist daher für Ausflüge ins Gelände genauso geeignet wie für Freizeitfahrten oder berufliche Wege im städtischen Bereich.

E-Bikes mittels App ausleihen

Der Verleihvorgang erfolgt vollkommen digital und ist rund um die Uhr möglich. Voraussetzung dafür ist die in sieben Sprachen verfügbare GREEN4RENT-App auf dem Smartphone und eine Registrierung. „Anschließend wählt man den passenden Standort und das gewünschte E-Bike aus und die Fahrt kann beginnen. Nach deren Beendigung wird das Bike wieder bei der Station abgestellt und via Smartphone versperrt“, berichtet Johannes Freudenthaler aus der Geschäftsleitung von Green4rent, der für die technische Umsetzung der App verantwortlich ist. Die Bezahlung erfolgt mittels Kreditkarte, die bei der Registrierung hinterlegt wurde. Eine Fahrt kostet je nach gewähltem E-Bike-Modell zwischen drei und acht Euro pro Stunde, der Preis für 24 Stunden beträgt zwischen 24 und 39 Euro. Eine Kaution muss bei Green4rent nicht hinterlegt werden. Das Ausleihen selbst ist über die App schnell, einfach und digital möglich, durch die Verleihpartner ist aber gleichzeitig sichergestellt, dass es persönliche Betreuung und Ansprechpartner vor Ort gibt.

Von Lustenau bis Neusiedl

Bei den derzeit um die 100 Green4rent-Verleihstationen stehen etwa 600 Räder zur Verfügung. Rund 80 Partner sind es in Österreich, wobei sich diese von West bis Ost, vom Bodensee bis zum Neusiedler See, erstrecken. Ein Hotspot ist neben den touristischen Gebieten Tirols das Salzkammergut, wo das Angebot auch von internationalen Gästen, etwa aus China, sehr gut angenommen wird, berichtet Freudenthaler. In der Bundeshauptstadt Wien gibt es aktuell drei Green4rent-Partner. In Deutschland gibt es ein großes Projekt an der Ostsee auf Rügen, wo an mehreren Stationen 80 E-Bikes zur Verfügung stehen. Sechs Standorte gibt es aktuell in der Oberpfalz in Cham und Umgebung. „Bis Saisonende möchten wir 300 Partner und 1200 E-Bikes über Green4rent im Verleih haben“, sagt Hirschhuber. Die Partner müssen nichts dafür bezahlen um die E-Bikes zu erhalten und verdienen durch eine Umsatzbeteiligung von 30 Prozent am Verleih der Räder mit.

Sicherheit hat Vorrang

Besonders großen Wert legt Green4rent auf Qualität, denn Hirschhuber ist davon überzeugt, dass bei der Sicherheit nicht gespart werden darf. „Die E-Bikes sind allesamt etablierte Markenräder von Herstellern wie Corratec, Ghost, Husqvarna, KTM oder Univega. ,Sie sind maximal ein Jahr alt und werden täglich geladen und regelmäßig gewartet, damit sie wirklich in einem Top-Zustand sind“, so der Unternehmenschef. Zusätzlich sollte man keine Fahrt ohne schützenden Fahrradhelm antreten und vor jeder Fahrt selbst ein paar rasche Kontrollen durchführen, um potenzielle Gefahrensituationen auszuschließen. Der Luftdruck im Reifen lässt sich leicht überprüfen, indem man sich auf das Rad setzt und maximalen Körperdruck ausübt. Bevor man losfährt, sollte zudem noch mal getestet werden, ob die Bremsen auch gut funktionieren. Wichtig ist auch die richtige Höhe des Sattels – sie stimmt, wenn man den Boden mit den Füßen erreichen und bequem treten kann. Bei Einbruch der Dämmerung sollten die Fahrradlichter angehen, damit einen die anderen Verkehrsteilnehmer gut wahrnehmen können.

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