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Wien: Geschichte einer Stadt III

&copy Böhlau Verlag
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Wiens Geschichte ist zu Ende geschrieben: Fünf Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes liegt nun der dritte Teil des Monumentalwerkes „Wien - Geschichte einer Stadt“ vor.

Dieser widmet sich den Jahren ab 1790 bis in die Gegenwart. Die Autoren haben dabei ein Kompendium aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammengestellt. Am 20. September wird das Buch im Beisein von Bürgermeister Michael Häupl im Rathaus präsentiert.

Wie bei den Vorgängerbänden ist die jetzt vorliegende Stadtgeschichte auf 900 Seiten ausführlich ausgebreitet und richtet sich, ungeachtet eines wissenschaftlichen Anspruchs, mit klarer Lesbarkeit an ein breites Publikum. Diese Ausrichtung zeigt sich nicht zuletzt an den immerhin 159 Abbildungen und dem Verzicht auf Fußnoten im eigentlichen Text (diese folgen im Anschluss als Endnoten).

Von Napoleon über die Nazis

Die Autoren standen vor der Aufgabe, so unterschiedliche Zeiten wie die napoleonische Besetzung, den Nationalsozialismus oder die 1990er Jahre miteinander zu verknüpfen. Besonders die Zeit nach 1945 sei schwierig darzustellen gewesen, betonen die Herausgeber Friedrich Opll und Peter Csendes in ihrem Vorwort. Diese Epoche sei bisher nur kursorisch untersucht worden – man habe also Forschungsneuland betreten.

Nun finden auch Kulturdiskussionen jüngeren Datums Raum im Buch – so etwa der Kampf um die Bebauung des Bahnhofs Wien-Mitte. Weiters bieten die Autoren neben der Darstellung der regierenden SPÖ-Bürgermeister auch kurze Abrisse zur Geschichte der übrigen Wiener Parteien.

Ein längeres Kapitel ist dagegen dem Fußballkönig der Zwischenkriegszeit, Matthias Sindelar, unter dessen Spitznamen „Der Papierene“ gewidmet. Das Kapitel über den Austrofaschismus, den Anschluss an das NS-Reich und die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Wiener firmiert unter dem Titel „Endspiel“.

Hausnummern in Wien… 

Daneben wurde auch auf eine ausführliche demographische Darstellungen der Bevölkerungsexplosion zwischen 1783 und 1869 Wert gelegt, als die Zahl der Wiener von 247.753 auf 900.998 wuchs. Aber auch Nebenstraßen der Geschichte werden von den Wissenschaftern begangen, wenn etwa die Vergabe der Wiener Hausnummern nachgezeichnet wird. Nachdem es bereits 1566 die ersten ihrer Art in der Hauptstadt gegeben hatte, erfolgte 1770/1771 die generelle Nummerierung aller Stadthäuser.

Der erste Teil der Trilogie erschien 2001. Darin versammelten die Herausgeber Opll, Direktor des Stadt- und Landesarchivs, und Csendes, Universitätsdozent und ebenfalls Jahrzehnte im Archiv tätig, Texte, die den Zeitraum von der Vorzeit bis zur ersten Türkenbelagerung 1529 behandeln. 2003 erschien Teil 2, der die weiteren Jahrzehnte bis zum Tode Josephs II. beleuchtet. Insgesamt haben 28 Wissenschafter an der Edition mitgearbeitet.

„Wien – Geschichte einer Stadt von 1790 bis zur Gegenwart“ von Peter Csendes und Ferdinand Opll (Hrsg.). Erschienen im Böhlau-Verlag, Wien 2006, ISBN 3-205-99268-7, 900 Seiten, Preis pro Band bei Abnahme des Gesamtwerkes: 54,90 Euro. Einzelpreis: 78,30 Euro

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