Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wien: Fiaker-Verbot für 1. Bezirk denkbar

Die Fiaker würden nur Ärger und KOsten bringen, do die Bezirksvorstehung.
Die Fiaker würden nur Ärger und KOsten bringen, do die Bezirksvorstehung. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Verschwinden die Fiaker bald schon ganz aus dem Wiener Stadtbild? Auch wenn es nach der Bezirksvorstehung Innere Stadt geht, könnten die Gespanne bald der Vergangenheit angehören.

Fiaker gehören zum Stadtbild der Wiener Innenstadt wie der Stephansdom oder die bunte Schar der als Mozart verkleideten Konzertkartenverkäufer. Zumindest den Gespannen könnte es schon bald an den Kragen gehen. Denn die Bezirksvertretung der City fordert eine Reduktion der Stellplatzkarten für den ersten Bezirk. Auch ein völliges Aus ist denkbar, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme.

Vollständiges Fiaker-Verbot denkbar

Der Bezirk hat diese an den Petitionsausschuss im Rathaus geschickt, der sich mit einer Forderung nach einem Fiakerverbot auseinandersetzen muss. Die Bezirksvorstehung Innere Stadt ist einem solchen zumindest nicht völlig abgeneigt, wie aus dem der APA vorliegenden Papier zu entnehmen ist.

Beklagt wird vor allem die finanzielle Belastung durch Pferde und Fuhrwerke. Die Hufe würden jährlich 750.000 Euro Schaden anrichten. Zwar übernehme einen Teil davon die Stadt, für das Bezirksbudget sei die Pflege der Fiakerrouten aber trotzdem eine Belastung, heißt es. Die City will nun die Fiaker in die Pflicht nehmen. So solle etwa geprüft werden, ob sogenannte Gummihufe Abhilfe schaffen würden.

Fiaker sollen Straßenschäden bezahlen

Gleichzeitig sollten die Fiakerunternehmen aber auch für die Schäden an den Straßen aufkommen, wird verlangt. Denn, so heißt es: “Es ist nicht einzusehen, warum der Bezirk diese Branche mit derart hohen Summen fördert.”

Auch die Exkremente der Pferde seien ein Problem: “Handel und Gastronomie entlang der Fiakerrouten werden durch die flüssigen und festen Ausscheidungen der Tiere regelmäßig beeinträchtigt.” Auch Jahre nach der Einführung der Pooh-Bags habe sich das nicht geändert. Der Bezirk fordert nun, dass Fiakerunternehmen selbst für die Säuberung sorgen bzw. für die Kosten derselben aufkommen sollen.

Vorschriften werden missachtet

Für die City gibt es insgesamt 116 Platzkarten – zu viel, wie die Bezirksvorstehung befindet. Auch würden die Vorschriften immer wieder missachtet, wie behauptet wird. So seien Standplätze überbelegt und es würden Wege befahren, auf denen dies nicht gestattet ist. Weiters wird befunden, dass die aktuellen Tierschutzdebatten im Zusammenhang mit den Fiakern dem Image der Stadt nicht zuträglich seien.

Nun wird gefordert, die Platzkarten zu reduzieren. Auch das langsame Auslaufen der Konzessionsvergaben und “somit das schrittweise Ende der Fiaker” sei “vorstellbar”. “Sollten die oben erhobenen Forderungen nicht erfüllt werden, wird dies jedenfalls unterstützt”, stellt der Bezirk klar.

Berittene Polizei würde ähnliche Probleme bringen

Möglicherweise, so hält Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) fest, sei ein Einsatz von Fiakern in anderen Gebieten der Stadt – etwa dort, wo es mehr Grünraum gebe – sinnvoll. Die in der Petition zum Thema Fiakerverbot vorgeschlagenen alternativen Rundfahrtsangebote wie Elektrokutschen lehnt Figl aber ab, wie er betonte. Das Angebot im ersten Bezirk sei bereits reichhaltig, gab er zu bedenken.

Auch anderen möglichen Einsatzgebieten von Pferden steht Figl äußerst skeptisch gegenüber, wie er vor einigen Monaten bereits klargestellt hat: Eine berittene Polizei würde ähnliche Probleme für Fahrbahnen bereiten und ebenfalls Exkremente hinterlassen, so seine Kritik an der vom Bund geplanten Ausstattung der Exekutive mit Reittieren.

Fachgruppenobmann Keskin lehnt “Verbannung” ab

Der Obmann der für das Fiakergewerbe zuständigen WKW-Fachgruppe “Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen”, Gökhan Keskin, hat sich am Montag klar dagegen ausgesprochen, die Pferdekutschen aus der Wiener Innenstadt schrittweise zurückzudrängen – oder gar zu “verbannen”. “Fiaker gehören zu Wien wie Schnitzel oder der Stephansdom”, versicherte der Kammervertreter in einer Aussendung.

(APA/red)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 1. Bezirk
  • Wien: Fiaker-Verbot für 1. Bezirk denkbar
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen