Wien empfiehlt Bio-Waffen: Gegen Gelsen

Mit Tabletten soll die Gelsen heuer in Schach gehalten werden.
Mit Tabletten soll die Gelsen heuer in Schach gehalten werden. ©APA
In Wien steht die Saison der Gelsen vor der Tür. Um der stechenden Plage Herr zu werden, empfiehlt die Stadt urbanen Kleingärtnern nun den Einsatz von Bio-Waffen - in Form von Tabletten.

Diese machen den Gelsen umweltschonend den Garaus. Damit solle der Einsatz von chemischen Bekämpfungsmitteln reduziert werden, erläuterte Umweltstadträtin Ulli Sima in einer Pressekonferenz am Montag. Wien zählt rund 36.000 Kleingärten, in denen Regentonnen oder Teiche den Gelsen oft als Brutstätte dienen. Sogenannte Vectobac-Tabletten können das verhindern. Sie werden entweder im Ganzen in stehendes Gewässer getan oder vorher aufgelöst und auf die Wasseroberfläche aufgesprüht.

Gegen Gelsen präparierte Gewässer sind für Menschen unbedenklich

Ein Tab reiche für 300 Liter fassende Gefäße oder Teichflächen von rund 10 Quadratmetern, wobei die Wirkung gegen die Gelsen bis zu drei Wochen anhalte, versicherte Michael Gross, Geschäftsführer der Herstellerfirma Biohelp. Das behandelte Wasser könne danach problemlos zum Gießen verwendet und theoretisch sogar getrunken werden.

Gelsen-Killer sollen eine Saison reichen

Die Chemie-Alternative gegen Gelsen greift über ein spezielles Protein den Verdauungstrakt der Gelsenlarven an und tötet sie. Für Mensch und Umwelt ist die Substanz unbedenklich. Schon Gelsen können dadurch aber nicht bekämpft werden. Die Tabletten gibt es in Packungen zu zehn Stück und kosten rund zehn Euro. Laut Gross sollte man damit eine Saison lang auskommen.

 

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