Wien bekommt Zuschuss für 100 Jahr-Jubiläum

Auch die Stadt Wien soll für das 100-Jahr-Jubiläum der Trennung von Niederösterreich einen Jubiläumszuschuss bekommen.
Auch die Stadt Wien soll für das 100-Jahr-Jubiläum der Trennung von Niederösterreich einen Jubiläumszuschuss bekommen. ©APA/HARALD SCHNEIDER
Neben Niederösterreich bekommt nun auch Wien einen Jubiläumszuschuss des Bundes. Zuerst sollte nur Niederösterreich für die Feier der 100-jährigen Trennung vom Bundesland Wien neun Millionen Euro bekommen.

Neben Niederösterreich bekommt nun doch auch Wien einen Jubiläumszuschuss des Bundes. Ursprünglich hätte nur Niederösterreich anlässlich der Feierlichkeiten der 100-jährigen Trennung vom Bundesland Wien neun Mio. Euro erhalten sollen. Nach Kritik aus Wien und der SPÖ wurde nun am heutigen Freitag im Budgetausschuss des Nationalrates ein Abänderungsantrag zum Budgetbegleitgesetz beschlossen.

Damit wird auch die Bundeshauptstadt diese Zuwendung in der gleichen Höhe bekommen. Das kündigte das Finanzministerium in einer Aussendung an. Außerdem erhält auch das Burgenland aus Anlass der 100-jährigen Zugehörigkeit zur Republik Österreich einen einmaliger Zweckzuschuss des Bundes von vier Millionen Euro.

Auch Wien bekommt neun Mio. Zuschuss für 100-Jahr-Jubiläum

Damit wird auch die Bundeshauptstadt diese Zuwendung in der gleichen Höhe bekommen. Das kündigte das Finanzministerium in einer Aussendung an. Außerdem erhält auch das Burgenland aus Anlass der 100-jährigen Zugehörigkeit zur Republik Österreich einen einmaliger Zweckzuschuss des Bundes von vier Millionen Euro.

Trennung von Niederösterreich und Wien wird gefeiert

Die Zweckzuschüsse für Niederösterreich und Wien sind der Aussendung des Finanzministeriums zufolge zur Stärkung der Identität und Vielfalt für kultur- , bildungs- und gesellschaftspolitische Projekte zum Thema "100 Jahre Niederösterreich" bzw. "100 Jahre Wien" vorgesehen. Für das Burgenland ist ein etwas weiteres Spektrum definiert, es kommt noch hinzu: Stärkung der Identität und Vielfalt im Burgenland; für gemeinsame Projekte der Volksgruppen im Burgenland.

Jubiläen von Wien und Niederösterreich 2022 gefeiert

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) erklärte dazu: "Jubiläumsjahre sind außerordentliche und wichtige Ereignisse für das jeweilige Bundesland und die Bevölkerung. Es ist gelebte Tradition, dass der Bund hier immer wieder finanzielle Unterstützung für diese Feierlichkeiten zusagt. Aus diesem Grund gibt es für das heurige Jubiläumsjahr im Burgenland sowie die nächstes Jahr anstehenden Jubiläen von Wien und Niederösterreich entsprechende Jubiläumsabgaben."

Höhe des Jubiläumszuschusses liegt beim Gesetzgeber

Die Höhe der Jubiläumsgabe liegt im Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers, wobei die Beträge bei runden Jubiläen tendenziell höher sind als bei halbrunden Jubiläen. Dieses Zweckzuschussgesetz ist dann jeweils die gesetzliche Grundlage für eine konkrete Jubiläumsabgabe. Als Beispiele nennt das Finanzministerium, dass das Burgenland und Kärnten seit 1950 jeweils alle zehn bzw. in den Jahren 1995 bis 2011 alle fünf Jahre einen Jubiläumszuschuss bekommen haben. Dieser hat in den letzten Jahren zwei bzw. vier Mio. Euro betragen. Zudem hat Salzburg 2015 anlässlich des 200 Jahre Jubiläums bei Österreich einen einmaligen Jubiläumszuschuss in Höhe von vier Mio. Euro und Tirol (200 Jahre Volkserhebung) neben den Jahren 1959 und 1984 einen Jubiläumszuschuss in Höhe von vier Mio. Euro im Jahr 2009 erhalten.

Die NEOS stimmten wie angekündigt dem Abänderungsantrag nicht zu. "Wir NEOS sehen nicht ein, warum der Bund die Festivitäten von Landeshauptleuten sponsern sollte. Dafür gibt es Landesbudgets", sagte Budget- und Finanzsprecherin Karin Doppelbauer gegenüber der APA.

(APA/Red)

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