Wien bekommt neuen Super-Rechner

Mit mehr als 21.000 Prozessorkernen bringt es der neue Supercomputer auf sagenhaften 135,6 Billionen Rechenschritte pro Sekunde.
Mit mehr als 21.000 Prozessorkernen bringt es der neue Supercomputer auf sagenhaften 135,6 Billionen Rechenschritte pro Sekunde. ©APA
Österreichs leistungsfähigster Rechner geht in Betrieb. Der Supercomputer mit einer Rechenleistung von 135,6 TeraFlops landet damit auf Platz 56 in der Liste der weltweit leistungsfähigsten Rechner.

Der von der Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur betriebene Vienna Scientific Cluster 2 (VSC-2) Computer wird am 21. Juni offiziell in Betrieb gehen. Schon sein Vorgängermodell, der 2009 in Betrieb gegangene Vienna Simulation Cluster (VSC-1), war Österreichs leistungsfähigster Computer. Schon früh war klar, dass dessen Rechenleistung kontinuierlich ausgebaut werden soll. Nach der Erstinvestition von zwei Millionen Euro haben die Uni Wien und die TU Wien nun weitere 4,2 Millionen Euro in den Computer investiert, die Boku beteiligt sich an den Personalkosten. Standort des neuen Geräts ist ein TU-Gebäude am Gelände des Arsenal in 1030 Wien.

Mahr als 21.000 Prozessorkerne arbeiten parallel im Super-Computer

Brachte es VSC-1 noch auf 35 Billionen Rechenschritten pro Sekunde (TeraFlops), wurde die Rechenleistung nun auf 135,6 TeraFlops gesteigert. Diese gewaltige Rechenleistung kommt nicht durch spezielle Prozessoren zustande, diese sind durchaus mit jenen von Heim-Computern vergleichbar. Das Erfolgsgeheimnis liegt vielmehr in der enormen Anzahl von 21.024 parallel arbeitenden Prozessorkernen und ihrem effizienten Zusammenwirken. Zum Vergleich: VSC-1 hatte 3.968 Prozessorkerne. Dieser Computer wird unabhängig von der Neuanschaffung weiter betrieben.

Super-Computer: Unis arbeiten Hand in Hand

Derart hohe Rechenleistung sind in zahlreichen Wissenschaftsgebieten stark gefragt: VSC-1 war binnen kürzester Zeit von den Wissenschaftern der beteiligten Unis voll ausgelastet. Die designierte Rektorin der TU Wien, Sabine Seidler, bezeichnete solch potente Großrechner als “unverzichtbares Werkzeug für unsere Forschung”. Für den designierten Rektor der Uni Wien, Heinz Engl, zeigt der Erfolg des Projekts, dass die Kooperationen von Universitäten gerade im Infrastrukturbereich zu Fortschritten führen, die eine Universität alleine nicht erreichen kann. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) betonte in der Aussendung, dass die Investition der drei Unis die Vorteile eines gemeinsamen Vorgehens zeige und zudem ein starkes Signal seitens der Universitäten sei, im Sinne der Wissenschaft und Forschung kooperativ an einem Strang zu ziehen.

 

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