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Wien: Auch Manner leidet unter der Corona-Krise

Auch der Wiener Süßwarenhersteller Manner spürt die Auswirkungen der Corona-Krise.
Auch der Wiener Süßwarenhersteller Manner spürt die Auswirkungen der Corona-Krise. ©APA
Auch der Wiener Süßwarenhersteller Manner leidet unter der Corona-Krise. Das Unternehmen spürt vor allem den Shutdown, die fehlenden Touristen und die Konsumzurückhaltung. Nach einem guten Vorjahr mit einem Umsatzplus von fast 6 Prozent auf 222 Mio. Euro sind für 2020 "negative Abweichungen gegenüber den Vorjahren zu erwarten", heißt es am Dienstag im Manner-Jahresbericht.

Es könne mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Ziele für 2020 nicht erreicht werden können.

Schlechter Absatz wegen fehlenden Touristen und Konsumzurückhaltung

Das Unternehmen betreibt in Österreich 13 Shops sowie einen in Deutschland, die vor allem von Touristen leben. "Dabei ist uns ein relevanter Umsatz weggebrochen, den wir über andere Kanäle nicht abfedern konnten. Hier sehen wir auch für die Zukunft die größten Herausforderungen. Denn wir haben unsere Manner-Shops dort, wo entweder der Österreicher die Manner-Süßware als Mitbringsel auf seine Reise mitnimmt oder der Tourist als Erinnerung an den Urlaub kauft", sagte Manner-Vorstand Albin Hahn auf APA-Anfrage. Beides sei auf unbestimmte Zeit nicht möglich.

"Im Export merken wir, dass in einigen Märkten die Konsumenten gerade an Importartikel in der Krise einsparen, aufgrund der höheren Preisgestaltung", so Hahn. Manner macht mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland.

Auch das Herunterfahren des sozialen Lebens spürt das Unternehmen, zumal viele Artikel als Geschenk oder Mitbringsel dienten. "Diese Konsumzurückhaltung bei manchen Kategorien führt zu einem Absatzrückgang mit entsprechender Auswirkung auf die Produktion", sagte Hahn. Eine positive Entwicklung bemerkt der Süßwarenhersteller bei Multipacks, da griffen die Konsumenten zur Zeit eher zu.

Finanzielle Auswirkungen auf Wiener Süßwarenhersteller Manner

Die endgültigen finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis 2020 könne man derzeit noch nicht abschätzen. Die Aktionäre bekommen die Krise aber schon jetzt zu spüren: Für 2019 hat der Vorstand die Dividende von 80 Cent je Aktie auf 40 Cent halbiert. Auch auf die Mitarbeiter hat die Coronakrise Auswirkungen. Mit Mitarbeitern, die nicht für die Aufrechterhaltung der Produktion notwendig seien, sei Kurzarbeit vereinbart worden. Die verbleibenden Mitarbeiter, die nicht in der Produktion arbeiten, arbeiten von zu Hause. Manner beschäftigte 2019 im Schnitt 762 Personen.

Im vergangenen Jahr lief es für den Waffelproduzenten noch gut. Der Umsatz stieg deutlich um fast 6 Prozent auf 222 Mio. Euro, wobei laut Unternehmensangaben sowohl in Österreich als auch im Export annähernd gleiche Steigerungen erzielt wurden. Der Jahresüberschuss reduzierte sich etwas von 5,7 auf 5,2 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) ging von 8,1 auf 7,4 Mio. Euro zurück.

Die Rohstoffpreise lagen im Vorjahr in etwa auf dem Niveau von 2018. Seit Ende 2019 sei jedoch ein Anstieg zu bemerken, der sich 2020 auch in den Herstellkosten niederschlagen werde. "Dementsprechend ist ein erhöhter Druck auf das Ergebnis des Wirtschaftsjahres gegeben", heißt es im Ausblick für das heurige Jahr.

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(APA/Red.)

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